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	<title>Queer Devils online &#187; Sonstiges</title>
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	<description>schwul-lesbischer Fanclub des 1. FCK</description>
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		<title>Der Fanfreundschaft wieder Leben einhauchen</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 11:01:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Fans aus Lautern und Bremen pflegen vereinzelt immer noch und immer wieder tolle Kontakte Am vergangenen Samstag waren unter den etwas mehr als 40.000 Besuchern zur Partie des 1.FCK gegen den SV Werder Bremen auch rund 1.500 Gästefans von der Weser. Vielen FCK-Fans ist sicher noch die langjährige Freundschaft zu der grün-weißen Fanschar aus dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Fans aus Lautern und Bremen pflegen vereinzelt immer noch und immer wieder tolle Kontakte</strong></p>
<div id="attachment_4416" class="wp-caption alignleft" style="width: 280px"><a rel="attachment wp-att-4416" href="http://www.queer-devils.org/2012/01/27/der-fanfreundschaft-wieder-leben-einhauchen/21012012953-a/"><img class="size-medium wp-image-4416" title="Einträchtige Fans - FCK-Werder Bremen" src="http://www.queer-devils.org/wp-content/uploads/2012/01/21012012953-A-270x300.jpg" alt="Einträchtige Fans - FCK-Werder Bremen" width="270" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Hatten vor dem Spiel viel zu besprechen, FCK-Fans und Werder-Fans (© no2012)</p></div>
<p>Am vergangenen Samstag waren unter den etwas mehr als 40.000 Besuchern zur Partie des 1.FCK gegen den SV Werder Bremen auch rund 1.500 Gästefans von der Weser. Vielen FCK-Fans ist sicher noch die langjährige Freundschaft zu der grün-weißen Fanschar aus dem hohen Norden in bester Erinnerung. Zugegeben, im Vergleich zu den Gepflogenheiten von vor 30 Jahren, hat diese Verbindung viel an Intensität verloren.</p>
<p>Es waren am Samstag aber auch auf Bremer Seite nicht wenige Fans da, die diese Erinnerungen auch mit im Reisegepäck trugen. So war es in der Vergangenheit üblich, dass die Anhänger aus den Lagern der Roten-Teufel und der Grün-Weißen auch viel gemeinsam unternommen hatten und langjährige Bekanntschaften oder gar Freundschaften entstanden waren, die bis heute anhielten. Aber warum eigentlich nur in der Erinnerungen leben lassen?</p>
<p><span id="more-4408"></span></p>
<div id="attachment_4418" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a rel="attachment wp-att-4418" href="http://www.queer-devils.org/2012/01/27/der-fanfreundschaft-wieder-leben-einhauchen/21012012965-a/"><img class="size-medium wp-image-4418" title="FCK-Historie zum Bestaunen" src="http://www.queer-devils.org/wp-content/uploads/2012/01/21012012965-A-300x201.jpg" alt="FCK-Historie zum Bestaunen" width="300" height="201" /></a><p class="wp-caption-text">Besuch mit Bremer Gästen im FCK-Museum (© no2012)</p></div>
<p>Bereits zum Saisonauftakt reisten die Queer Devils an die Weser und verbrachten im Rahmen eines sommerlichen Auswärtsausflugs das komplette Wochenende in Bremen. Dort gab es trotz der schmerzlichen Niederlage des FCK beim SV Werder einige sehr freundliche und herzliche Begegnungen mit Bremern der alten Schule und der jüngeren Generation. Beschlossenes Fazit – der Gegenbesuch war gesetzt! So fanden sich Norman, Werder-Fan der alten Schule seit den 70er Jahren, Sohn Dennis, dessen Herz in zarten Kinderjahren sogar für den 1.FCK schlug und den der Papa erst ins Werder-Lager hinein erzogen hatte sowie Begleiter Andre, der ebenfalls über viele grün-weiße Jahre zu berichten wusste am vergangenen Samstag zeitig am höchsten Fußballberg Deutschlands ein.</p>
<div id="attachment_4417" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a rel="attachment wp-att-4417" href="http://www.queer-devils.org/2012/01/27/der-fanfreundschaft-wieder-leben-einhauchen/21012012955-a/"><img class="size-medium wp-image-4417" title="Gegenbesuch in Kaiserslautern in der Rückrunde" src="http://www.queer-devils.org/wp-content/uploads/2012/01/21012012955-A-300x215.jpg" alt="Gegenbesuch in Kaiserslautern in der Rückrunde" width="300" height="215" /></a><p class="wp-caption-text">Neuer toller Kontakt mit Perspektive - (vl.) Andre, Matze, Dennis (© no2012)</p></div>
<p>Die Jungs aus Bremen wurden dort vom Queer-Devils-Boss höchst selbst in Empfang genommen. Der herzlichen Begrüßung folgte gleich ein seit Wochen geplantes Zeremoniell. Trikottausch. Ein grünes Dress von Claudio Pizarro wanderte in den Besitzstand der Queer Devils, während von unserer Seite ein Trikot mit den Unterschriften aller Spieler überreicht wurde, das fortan sein Dasein in grün-weißer Umgebung fristen soll. Danach ging es dann ins neue FCK-Museum.</p>
<p>Auch wenn der SV Werder bereits über eine vergleichbare Stätte verfügt (das so genannte &#8220;Wuseum&#8221;), waren die Bremer Gäste vom Stand der noch im Wachsen befindlichen Lauterer Ausstellung und den bereits präsentierten Exponaten sehr angetan. Grün-weiße Tupfer in den Vitrinen und Kisten waren beim Gang durch die Räume auch sehr schnell gefunden.</p>
<p>Die Collage zum Pokalfinale 1990 (der 1.FCK schlug als Außenseiter den SV Werder Bremen mit 3:2) wurde intensiv und lange &#8211; auch ein wenig wehmütig &#8211; betrachtet und bestaunt. Gefallen fanden die Gäste auch an allen Exponaten zum großen Thema Fritz-Walter und verschlangen ehrfurchtsvoll so manche gelieferte Erläuterung. Danke an dieser Stelle auch an Charlotte Steinhübl für die investierte Zeit sowie die fachliche Begleitung und Kommentierung!</p>
<div id="attachment_4419" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a rel="attachment wp-att-4419" href="http://www.queer-devils.org/2012/01/27/der-fanfreundschaft-wieder-leben-einhauchen/21012012966-a/"><img class="size-medium wp-image-4419" title="Ehrfurcht beim Blick in die Vergangenheit" src="http://www.queer-devils.org/wp-content/uploads/2012/01/21012012966-A-300x230.jpg" alt="Ehrfurcht beim Blick in die Vergangenheit" width="300" height="230" /></a><p class="wp-caption-text">Davon waren auch die Bremer Jungs angetan (© no2012)</p></div>
<p>Anschließend ging es auf nicht alltäglichen und nicht ganz offiziellen Pfaden in den Logenturm Ost, wo die Jungs aus Bremen einen ersten Blick ins Stadioninnere wagen durften. Direkt über dem Werder-Block. Hat ihnen schon irgendwie imponiert den Jungs von der Weser!</p>
<p>Nun aber hurtig noch die eine oder andere Stärkung zu Gemüte führen. Vor allem Flüssiges war angesagt, denn so viel quatschen macht durstig. Auch für die Umtrunk-Etappe gab es von Seiten der rot-weißen Fraktion keine Scheu sich im inneren Tribünenbereich mitten unter die Bremer Fans zu mischen und auch dort weitere Bekanntschaften zu schließen. Viele lebendige und tolle Gespräche wurden geführt und zahlreiche Erinnerungen an alte Zeiten hochgehalten, die auch vielen FCK-Fans vielleicht gar nicht mehr so sehr im Gedächtnis sind.</p>
<div id="attachment_4420" class="wp-caption alignleft" style="width: 242px"><a rel="attachment wp-att-4420" href="http://www.queer-devils.org/2012/01/27/der-fanfreundschaft-wieder-leben-einhauchen/21012012971-a/"><img class="size-medium wp-image-4420" title="1990 gemeinsam in Berlin" src="http://www.queer-devils.org/wp-content/uploads/2012/01/21012012971-A-232x300.jpg" alt="1990 gemeinsam in Berlin" width="232" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Sorry, Jungs, da hatten wir die Nase vorne (© no2012)</p></div>
<p>Leider war an diesem Tag viel mehr nicht mehr drin. Zum Anpfiff der Partie war jeder rechtzeitig in seinem angestammten Block und nach Ende der Partie mussten die Jungs aus Bremen dann doch hurtig zu ihrem Bus. Aber eines ist gewiss – beim nächsten Besuch auf Deutschlands höchstem Fußballberg werden die drei (…und vielleicht der eine oder andere mehr…) auch ein ganzes Wochenende in der Pfalz verbringen. Ideen die gemeinsame Zeit zu gestalten sind bereits reichlich in den Köpfen aller vorhanden. Einzige Vorbedingung, dass der FCK der Liga erhalten bleibt. Aber auch dieser Wunsch wurde uns von Seiten der Anhängerschar von der Weser für die verbleibenden Partien der Rückrunde mehr als dutzendfach mit auf den Weg gegeben. Eines jedenfalls ist sicher, wenn der Klassenerhalt gelingt, sind auch wir in Bremen wieder dabei!</p>
<p>(mg)</p>
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		<title>Startschuss Hamburg richtet siebtes Fußballturnier aus</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Nov 2011 10:32:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Schwuler Sportverein zu einem festen Teil der Sportkultur in Hamburg geworden Der Fußball rollt wieder! Ja, klar, gestern Abend bereits fand ja in Mainz der Auftakt zum 12. Spieltag statt. Doch der Ball rollt auch wieder in Hamburg, in der Halle! Seit 2005 richtet der Schwul Lesbische Sportverein Startschuss Hamburg dort bereits zum siebten Mal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Schwuler Sportverein zu einem festen Teil der Sportkultur in Hamburg geworden</strong></p>
<div id="attachment_4093" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a rel="attachment wp-att-4093" href="http://www.queer-devils.org/2011/11/05/startschuss-hamburg-richtet-siebtes-fusballturnier-aus/slsv-startschuss1/"><img class="size-medium wp-image-4093" title="Startschuss-Masters 2011" src="http://www.queer-devils.org/wp-content/uploads/2011/11/SLSV-Startschuss1-300x300.jpg" alt="Startschuss-Masters 2011" width="300" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Homosexelle und Fußball - ein sportliches Event in der Hansestadt für mehr Toleranz und Akzeptanz (Bild: © Startschuss SLSV Hamburg)</p></div>
<p>Der Fußball rollt wieder! Ja, klar, gestern Abend bereits fand ja in Mainz der Auftakt zum 12. Spieltag statt. Doch der Ball rollt auch wieder in Hamburg, in der Halle! Seit 2005 richtet der Schwul Lesbische Sportverein Startschuss Hamburg dort bereits zum siebten Mal sein internationales Hallenturnier aus. Das Besondere daran aus Sicht unseres Fanclubs – einer der Macher, Carsten Stock (41), ist leidenschaftlicher FCK-Fan und auch Mitinitiator und Mitgründer der Queer Devils. Vor Wochenfrist noch im Oberrang der Event-Schüssel im Hamburger Volkspark im Vorort Stellingen in rot-weiß mit den Roten Teufeln mit gefiebert, nun ganz fokussiert auf den reibungslosen Ablauf des Turniers am heutigen Samstag.</p>
<p>Auch in diesem Jahr war es den Hamburgern wichtig neben einem stattlichen Teilnehmerfeld auch die Öffentlichkeit zu suchen. So wurden schon früh in der Planung der diesjährigen Veranstaltung auch Kultur und Politik mit ins Boot geholt.</p>
<p><span id="more-4089"></span>So übernahm Farid Müller, Abgeordneter und Mitglied im Sportausschuss der Hamburger Bürgerschaft, ganz selbstverständlich die Schirmherrschaft des Turniers.  Und hebt auch die Bedeutung des Turniers für die Hamburger Sportwelt <a href="http://www.startschuss-masters.de/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=2&amp;Itemid=3&amp;lang=de">in seinem Grußwort deutlich heraus</a>. Nicht ganz selbstverständlich übrigens, die Siegerehrung findet wie jedes Jahr im Hamburger Rathaus statt! Aber auch die etablierten Proficlubs wie der der FC St. Pauli und der Hamburger SV wurden von den Organisatoren mit ins Boot geholt. Löblich, dass man sich auch mit Vertretern hier aktiv mit einbringt.</p>
<p>Sogar Klaus-Dieter Fischer, Präsident und Geschäftsführer bei Werder Bremen, unterstützt das internationale Turnier. Auch an der Weser ist man sich bewusst, dass es immer noch eine lebendige Tabuisierung um das Thema Homosexualität und Profisport gibt. So schreibt Fischer auch in seinem Grußwort &#8211; &#8220;Homosexualität im Fußball ist ein Thema, dass alltäglich scheint und dennoch nicht alltäglich ist. Allen Bemühungen des DFB, allen voran Präsident Theo Zwanziger, zum Trotz&#8221;.</p>
<div id="attachment_4092" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a rel="attachment wp-att-4092" href="http://www.queer-devils.org/2011/11/05/startschuss-hamburg-richtet-siebtes-fusballturnier-aus/slsv-startschuss2/"><img class="size-medium wp-image-4092 " title="Startschuss-Masters 2011" src="http://www.queer-devils.org/wp-content/uploads/2011/11/SLSV-Startschuss2-300x199.jpg" alt="Startschuss-Masters 2011" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Die Organisatoren des diesjährigen Turniers mit Queer-Devil Mitbegründer Carsten Stock (Bild: © Startschuss SLSV Hamburg)</p></div>
<p>Das monatlich erscheinende und populäre <a href="http://www.blu.fm/">Szene-Magazin blu</a>, hat in seiner Novemberausgabe dann auch nochmal über den hanseatischen Sporthorizont hinausgeschaut und <a href="http://www.blu.fm/subsites/detail.php?kat=Gesellschaft,People,Entertainment&amp;id=5449">beim Rivalen in der benachbarten Hansestadt nachgefragt</a>.</p>
<p><strong><em>Herr Fischer, Homosexualität und Fußball, gehört das wirklich in einen Satz?<br />
</em></strong><em>Jedes Wochenende stehen in deutschen Bundesligastadien mit Spielern, Trainern und Stab über 500 Männer vor ihrem vorwiegend männlichen Millionenpublikum. Es wäre vermessen, zu behaupten, dass Homosexualität im Profifußball nicht präsent ist. Wie sie aber alle wissen, trotz ihrer Präsenz ist sie nicht publik.<br />
Fußball hat eine Vorbildfunktion in der Gesellschaft und sollte gerade deshalb Homosexualität nicht zum Tabuthema machen.</em></p>
<p><em><strong>Wieso hat sich gerade Werder Bremen dazu entschlossen , das Startschuss-Masters in Hamburg und damit die Toleranz im Fußball zu unterstützen?<br />
</strong></em><em>Ehrlich gesagt leben wir genau das vor, was auch die gesellschaftliche Forderung hinter diesem Turnier ist: Akzeptanz und Toleranz für die Individualität eines jeden einzelnen. Es interessiert uns schlichtweg nicht, wie ein Spieler, ein Trainer, ein Physiotherapeut oder Mitarbeiter unseres Vereines sein Privatleben gestaltet. Was uns lediglich wichtig ist: es soll zwanglos sein. Denn wer ein sorgenfreies Leben führen kann, der kann auch mit aller Konzentration auf dem Platz sein Bestes geben. Um dieses Verhalten als eine verbindliche Leitlinie unseres Handeln festzuschreiben, haben wir uns als Mitarbeiter und Spieler des SV Werder Bremen einem Kodex <em>mit wesentlichen Aussagen auch zu diesem Thema verpflichtet. (Quelle: <a href="http://www.blu.fm/">blu</a>; André Michael Winter).</em></em></p>
<p>Auch aus dem fernen Kaiserslautern wünschen wir den Organisatoren von Startschuss Hamburg – allen voran unserem Mitstreiter Carsten Stock – viel Erfolg bei der Umsetzung der Veranstaltung und viel Spaß und Lust am Kicken am heutigen Samstag!</p>
<p>(mg)</p>
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		<title>&#8220;Nää, doo geh mer net anne…do sin jo lauder Schwule!&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Oct 2011 20:41:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gestern Abend Autorenlesung zu &#8220;Das Schweigen der Männer&#8221; im Thalia in Kaiserslautern Nur vier Vereine aus der ersten und zweiten Liga hatten die Recherchen von Dirk Leibfried und Andreas Erb zu ihrem im Werkstatt Verlag erschienenen Buch &#8220;Das Schweigen der Männer &#8211; Homosexualität im deutschen Fußball &#8221; unterstützt. Nur vier von sechsunddreißig! Acht weitere hatten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Gestern Abend Autorenlesung zu &#8220;Das Schweigen der Männer&#8221; im Thalia in Kaiserslautern</strong></p>
<div id="attachment_3932" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a rel="attachment wp-att-3932" href="http://www.queer-devils.org/2011/10/06/naa-doo-geh-mer-net-anne%e2%80%a6do-sin-jo-lauder-schwule/autorenlesung-a/"><img class="size-medium wp-image-3932 " title="Autorenlesung in der Buchhandlung Thalia - &quot;Das Schweigen der Männer&quot; (© mg)" src="http://www.queer-devils.org/wp-content/uploads/2011/10/Autorenlesung-A-300x203.jpg" alt="Autorenlesung in der Buchhandlung Thalia - &quot;Das Schweigen der Männer&quot; (© mg)" width="300" height="203" /></a><p class="wp-caption-text">Leider nur mäßig besucht, die gestrige Autorenlesung in der Buchhandlung Thalia - &quot;Das Schweigen der Männer&quot; (© mg)</p></div>
<p>Nur vier Vereine aus der ersten und zweiten Liga hatten die Recherchen von Dirk Leibfried und Andreas Erb zu ihrem im Werkstatt Verlag erschienenen Buch &#8220;Das Schweigen der Männer &#8211; Homosexualität im deutschen Fußball &#8221; unterstützt. Nur vier von sechsunddreißig! Acht weitere hatten zumindest geantwortet, um mitzuteilen, dass man sich zu dem Thema nicht äußern könne – oder vielleicht nicht äußern wolle? Dabei hatten die beiden Autoren die erbetene Unterstützung durchaus professionell in die Wege geleitet. Ein umfangreicher Fragebogen an die Vorstandsetage. Wie geht man im Verein mit dem Thema um? Wie nimmt man die Problematik wahr? Was wird gegen Homophobie im Verein getan? Wie ginge man mit betroffenen Profis um? Aber auch die Aktiven wurden angesprochen. Ein ähnlich überschaubarer Fragebogen an den jeweils amtierenden Kapitän der jeweiligen Liga-Klubs. Wurde er mit dem Thema schon mal konfrontiert? Wie handeln, wenn sich ihm ein Spielerkollege anvertraute? Durchaus berechtigte Fragen zu einem der immer noch brisantesten Tabu-Themen im Deutschen Fußball.<span id="more-3930"></span></p>
<p>Die Maxime der meisten Vereine scheint zu sein – totschweigen! Am besten auf solcherlei Anfragen erst gar nicht antworten, dann kann man sich natürlich auch nicht verplappern! Jedenfalls darf man diesen Rückschluss aus dem dünnen Rücklauf durchaus zulassen. Immerhin haben alle 36 Clubs eine professionell organisierte Pressestelle. Da sollte so etwas ja nicht einfach im Papierkorb landen, oder? Eine mehr als erwähnenswerte Ausnahme stellt der 1.FC Kaiserslautern dar. Sowohl Stefan Kuntz als auch Martin Amedick haben den Autoren nach deren Auskunft substantiell Rede und Antwort gestanden. Professionell eben und engagiert. Eine Haltung die auch die Queer Devils aus der bisherigen Zusammenarbeit mit Pressestelle und den handelnden Personen im Verein durchaus bestätigen und unterstreichen können.</p>
<p>Doch so professionell der 1.FCK sich dem Thema Homophobie im Fußballsport stellt und widmen mag, die Leserschaft aus Kaiserslautern und Umgebung scheint das Thema weniger oder einfach gar nicht zu interessieren? Lediglich 12 Besucher lauschten bei der gestrigen Autoren-Lesung in der Buchhandlung Thalia den Leseproben von Dirk Leibfried und Andreas Erb. Nicht unbedingt eine ermutigende Resonanz auf ein Buch, das sich einem angeblich so brisanten und so komplexen Thema widmet. Lag es an der Terminierung? Der Doppelbelegung mit der Aufführung der Boulevardkomödie &#8220;Der Betze brennt&#8221; im Pfalztheater? Oder lag es an nicht ausreichender Publicity? Rolf Conrad vom FCK-Fanclub Fairplay berichtete bei der anschließenden Diskussion, dass er noch am selben Tag bemüht war für die abendliche Veranstaltung Arbeitskollegen zum Mitkommen zu bewegen. Worum es bei der Lesung denn ginge? Um das Thema Homosexualität im Fußball! &#8220;Nää, doo geh mer net anne…do sin jo lauder Schwule! Bische verrickt!&#8221;</p>
<p>Schade, hätte der so urteilende Zeitgenosse einen Blick gewagt und darüber hinaus den Mut gehabt mit jedem der wenigen Besucher ins Gespräch zu kommen, hätte er erkennen können, dass die gleichgeschlechtlich orientierten Menschen bei dieser Veranstaltung gestern die Minderheit waren. Vorurteile, Berührungsängste, Unwissenheit, Intoleranz, Gesellschaftskonventionen &#8211; die Reihe ließe sich um etliche Aspekte erweitern &#8211; scheinen die ärgsten Widersacher zu sein, wenn es schlicht darum geht sich mit Thema und Problematik auseinandersetzen. So konnten auch Dirk Leibfried und Andreas Erb mit ihren präsentierten Beispielpassagen aus dem Buch über illustre Anekdoten vor allem aus dem Umfeld der Nationalmannschaft berichten. Nein, beileibe nicht irgendwelche &#8220;anrüchigen&#8221; Geschichten oder wilde Spekulationen. Viel eher geht es dabei um die Peinlichkeiten mit welcher Dünnhäutigkeit und eben Nicht-Professionalität gestandene Männer wie Teamchef  Oliver Bierhoff oder Cheftrainer Joachim Löw auf Fragen zu dem Thema reagiert haben. Lesenswert!</p>
<p>Umso erstaunlicher die Erfahrungen der Autoren bei ihren Recherchen im Amateurfußball. Durchweg positiv, das Bild was uns dort begegnet war, resümieren beide. Doch auch noch längst nicht die Akzeptanz und Toleranz, die man als gesellschaftlichen Konsens bezeichnen könnte.</p>
<p>Wer das Buch in die Hand nimmt, um Namen von auch nur einem (vermeintlich) schwulen Profi darin zu finden, oder zu erfahren, wann denn nun das erste Outing eines Profis kommt, der sollte das Buch lieber im Regal stehen lassen und weiter in populistischen Boulevardzeitungen blättern und sich in deren Spekulationsjournalismus aalen. Den Autoren ist es gelungen mit ihrer Veröffentlichung zumindest eine breite Bestandsaufnahme zu präsentieren, wie im Deutschen Fußball mit dem Thema Homophobie umgegangen wird. Schwierig genug eine so gestellte Frage zu beantworten, wenn man bei der Grundlagenarbeit auf eine Mauer des Schweigens trifft. Aber auch diese lässt natürlich Raum für Interpretationen. Die Berührungsfelder des nationalen Fußballgeschehens werden jedenfalls facettenreich beleuchtet und gestreift. DFB, Ligavereine, Sponsoren, Amateurbereich, Medienwelt und auch dem Frauenfußball gehört gesonderte Aufmerksamkeit. Natürlich bleiben viele Fragen offen. Natürlich erhebt das Buch keinen Anspruch für alles und überall in dem verwobenen Themenkomplex Antworten zu liefern.</p>
<p>In der gestrigen Diskussion im Anschluss an die Lesung waren sich Zuhörer und Autoren einig, dass es noch viel Zeit braucht, bis das Thema in allen Ebenen des &#8220;Soziotops Stadion&#8221; angekommen ist. Zeit, in der noch viel Aufklärung notwendig sein wird. Einen Beitrag dazu leistet ganz sicher dieses Buch, das über den Buchhandel erhältlich ist. Und für alle, die sich nicht trauen, dies für jedermann sichtbar an der Kasse zu zahlen, man kann es auch über’s Internet bestellen, völlig anonym und angstfrei!</p>
<p>(mg)</p>
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		<title>Das Schweigen der Männer – Buchpräsentation in Kaiserslautern</title>
		<link>http://www.queer-devils.org/2011/09/14/das-schweigen-der-manner-%e2%80%93-buchprasentation-in-kaiserslautern/</link>
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		<pubDate>Wed, 14 Sep 2011 21:18:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Buch gegen das Schweigen  und wie das Thema Homosexualität im deutschen Fußball tabuisiert wird Wie schwul ist der deutsche Fußball? Dieser Frage sind die beiden Journalisten Dirk Leibfried und Andreas Erb in monatelangen Recherchen nachgegangen. Das Ergebnis: Über das Thema wird nicht gerne gesprochen. Die, die es doch getan haben, repräsentieren eine scheinbar tolerante [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein Buch gegen das Schweigen  und wie das Thema Homosexualität im deutschen Fußball tabuisiert wird</strong></p>
<div id="attachment_3870" class="wp-caption alignright" style="width: 196px"><a rel="attachment wp-att-3870" href="http://www.queer-devils.org/2011/09/14/das-schweigen-der-manner-%e2%80%93-buchprasentation-in-kaiserslautern/schweigen-der-manner-titel/"><img class="size-medium wp-image-3870" title="Titelbild &quot;Das Schweigen der Männer&quot;" src="http://www.queer-devils.org/wp-content/uploads/2011/09/Schweigen-der-Männer-Titel-186x300.jpg" alt="Titelbild &quot;Das Schweigen der Männer&quot;" width="186" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Titelbild &quot;Das Schweigen der Männer&quot;</p></div>
<p>Wie schwul ist der deutsche Fußball? Dieser Frage sind die beiden Journalisten Dirk Leibfried und Andreas Erb in monatelangen Recherchen nachgegangen. Das Ergebnis: Über das Thema wird nicht gerne gesprochen. Die, die es doch getan haben, repräsentieren eine scheinbar tolerante Gesellschaft, die den angestaubten Regeln des Fußballs trotzt. Der schonungslose Report „Das Schweigen der Männer – Homosexualität im deutschen Fußball“ ist jetzt im Verlag Die Werkstatt erschienen.</p>
<p>Fußball. Männersport. Machowelt. Die letzte Domäne harter Jungs. Hier ist kein Platz für zartbesaitete Weicheier. Homosexuelle? Gibt es nicht. Kann es nicht geben. Weil es sie nicht geben darf. Trotzdem gibt es sie. Versteckt in einem dunklen Schrank voller Selbstzweifel, Scham und der Angst vor Entdeckung.</p>
<p>Das Buch beschreibt eindringlich das Spannungsfeld zwischen Tabu und gesellschaftlicher Akzeptanz, wirbt für Offenheit und Toleranz und geißelt den weit verbreiteten Dilettantismus beim Umgang mit dem Thema. Das systematische Schweigen der Männer wird dabei als das entlarvt, was es in Wahrheit ist: scheinheilig und homophob. So fiel beispielsweise bei der ersten umfassenden Befragung aller 36 Erst- und Zweitligavereine zum Thema die Resonanz ebenso ernüchternd aus wie die Antworten der Sponsoren im Umfeld der deutschen Nationalmannschaft. Einige dagegen reden Klartext, Amateurspieler etwa oder DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger.<span id="more-3867"></span></p>
<p>Niemand weiß, was passieren wird, wenn sich morgen tatsächlich der erste deutsche Fußball-Profi zu seiner Homosexualität bekennt. Ist der Fußball, der sich gerne modern und fortschrittlich gibt, wirklich bereit für ein Outing? Wie reagieren die Vereine, die Medien, die Fans und die Sponsoren? Das Buch sucht nach Antworten und appelliert leise, aber vernehmlich an alle, die sich im Moment noch verstecken: „Nur Mut!“</p>
<div id="attachment_3871" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a rel="attachment wp-att-3871" href="http://www.queer-devils.org/2011/09/14/das-schweigen-der-manner-%e2%80%93-buchprasentation-in-kaiserslautern/schweigen-der-manner-autoren/"><img class="size-medium wp-image-3871" title="Die Autoren Leibfried/Erb" src="http://www.queer-devils.org/wp-content/uploads/2011/09/Schweigen-der-Männer-Autoren-300x200.jpg" alt="Die Autoren Leibfried/Erb" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Die Autoren Dirk Leibfried und Andreas Erb</p></div>
<p>Die beiden Autoren werden die Neuerscheinung in den kommenden Wochen auch in Kaiserslautern präsentieren. Auftakt bildet eine Lesung mit anschließender Diskussion am 15.09.2011, um 19.00 Uhr in der Lauterer Fußball-Kultkneipe, dem Fantreff „Zum Zwölften Mann“. Am 5. Oktober findet dann in der Buchhandlung Thalia in Kaiserslautern eine weitere Autorenlesung mit anschließender Diskussion statt.</p>
<p>Zu beiden Veranstaltungen sind alle herzlich eingeladen, die sich über eines der hartnäckigsten Tabu-Themen im deutschen Fußball informieren und mit den beiden Autoren über interessante Erkenntnisse aus den Recherche-Arbeiten diskutieren wollen. Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei.</p>
<p><strong>Lesezeichen:<br />
</strong>Das Schweigen der Männer – Homosexualität im deutschen Fußball<br />
ISBN: 978-3895338151<br />
Verlag: Die Werkstatt<br />
Autoren: Dirk Leibfried/Andreas Erb<br />
mit einem Vorwort von Katrin Müller-Hohenstein<br />
Preis: 12,90 EUR, 176 Seiten</p>
<p><strong>Ansprechpartner für die Presse:<br />
</strong>Verlag Die Werkstatt<br />
Enno Brand<br />
Telefon: 0551 789 65 112 E-Mail: e.brand@werkstatt-verlag.de</p>
<p>(mg)/PM werkstatt</p>
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		<title>Graue Herren, schwarze Klamotten, offene Fragen und andere Ungereimtheiten</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Aug 2011 17:36:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
		<category><![CDATA[Spiele]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[DFB Pokal]]></category>
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		<category><![CDATA[Soziales]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein paar weiter gehende Gedanken zu den Vorkommnissen im Friedrich-Ludwig-Jahn Sportpark vom 30. Juli 2011   Fünf Tage nach den schlimmen Ausschreitungen in Berlin laufen die Ermittlungen auf vollen Touren. Staatsanwaltschaft, Polizei, aber auch Sportverbände und allen voran der BFC Dynamo Berlin sind um Aufklärung bemüht. Um Aufklärung für das, was sich am vergangenen Samstag [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein paar weiter gehende Gedanken zu den Vorkommnissen im Friedrich-Ludwig-Jahn Sportpark vom 30. Juli 2011</strong><br />
 </p>
<div id="attachment_3724" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a rel="attachment wp-att-3724" href="http://www.queer-devils.org/2011/08/03/graue-herren-schwarze-klamotten-offene-fragen-und-andere-ungereimtheiten/bfc-fck-013a/"><img class="size-medium wp-image-3724" title="Choreo der Dynamo Fans - erst Fahne, dann Haue! (© mg)" src="http://www.queer-devils.org/wp-content/uploads/2011/08/BFC-FCK-013a-300x183.jpg" alt="Choreo der Dynamo Fans - erst Fahne, dann Haue! (© mg)" width="300" height="183" /></a><p class="wp-caption-text">Choreo der Dynamo Fans - erst Fahne, dann Haue! (© mg)</p></div>
<p>Fünf Tage nach den schlimmen Ausschreitungen in Berlin laufen die Ermittlungen auf vollen Touren. Staatsanwaltschaft, Polizei, aber auch Sportverbände und allen voran der BFC Dynamo Berlin sind um Aufklärung bemüht. Um Aufklärung für das, was sich am vergangenen Samstag vor allem nach dem Abpfiff des DFB-Pokalspiels zwischen dem BFC Dynamo und dem 1.FC Kaiserslautern ereignet hatte und was den souveränen sportlichen Erfolg der Roten Teufel fast zur Nebensächlichkeit degradiert hat. </p>
<p>Nach aktuellen Angaben der Polizei waren rund 250 bis 300 extrem gewaltbereite sogenannte Fans des ehemaligen DDR-Vorzeigeclubs in die Gästekurve eingedrungen und droschen auf alles ein, was sich bewegte. Auch auf Alte, auf Frauen und Kinder. Binnen Sekunden wurden unter den FCK-Fans aus der Freude über ein souverän geführtes und gewonnenes Spiel blanke Angst, Entsetzen und Panik. Die ursprünglich zwischen dem Gästebereich und der überdachten Fantribüne von Dynamo postierte Polizeigruppe war jedenfalls schon kurz vor dem Ende der Partie plötzlich verschwunden und tauchte erst wieder auf als sich am Rande des Lauterer Blocks erste Prügelszenen abspielten.</p>
<p><span id="more-3719"></span>Der Lauterer Anhang feierte direkt nach dem Abpfiff zunächst gebührend die Mannschaft. Die Jungs kamen zum Abklatschen auch brav zum Zaun. Kaum hatten sich jedoch die Lauterer Profis Richtung Kabinengang verabschiedet, nahm das Unheil seinen Lauf. Gleich zwei Sicherheits-Tore, die den Tribünenbereich der Dynamo-Fans von dem der Gästefans trennten, waren plötzlich offen. Eventuell von Ordnern geöffnet? Ein Versehen? Jedenfalls drangen die Schläger durch genau diese Tore in den Gästebereich ein. <a href="http://www.turus.net/sport/6383-bfc-gegen-fck-klares-versagen-der-ordner-polizei-fans-und-medien.html">Vorwürfe und Kritik wurden durch Medien</a> und auch Augenzeugen bereits laut, die Polizeikräfte hätten versagt, wären zahlenmäßig nicht ausreichend vorbereitet und an den falschen Stellen postiert gewesen. Auch der Ordnungsdienst wurde kritisiert. Man habe die besagten Tore, durch die die Schläger in die Gästekurve eindrangen, vor der nachrückenden Polizei wieder verschlossen!  An anderer Stelle wiederum, wo sich Fluchtmöglichkeiten für die verängstigten FCK-Fans offenbarten, wurden Ordner von Zuschauern aus dem Berliner Lager daran gehindert Barrieren zu den Ausgängen im Gästebereich zu entfernen! Schuldzuweisungen aus verschiedenen Richtungen in verschiedene Richtungen. Damit aber auch die Erkenntnis, es gibt noch eine ganze Reihe von Ungereimtheiten und offenen Fragen.</p>
<p>Die betroffenen FCK-Fans – vor allem diejenigen, die Verletzungen davongetragen haben – wird es im Moment wenig interessieren wie die Schuldfrage zu beantworten ist. An dieser Stelle allen noch einmal gute Genesung! Den verletzten Fans, den Polizisten und Ordnungskräften. Man kann auch eines gar nicht oft genug wiederholen. Hätten sich nicht einige mutige und unerschrockene Jungs vor allem aus dem Ultra-Lager des 1.FCK ganz vorne den Berlinern entgegen geworfen, wäre die ganze Geschichte noch viel schlimmer ausgegangen! Danke an Euch alle nochmal für Euren Mut von allen, die dort oben vor der Haupttribüne vor den Absperrgittern und der Betonmauer in der Sackgasse feststeckten!</p>
<p>Die Staatsanwaltschaft indessen sollte sich nicht zu schade dafür sein im vorliegenden Fall bei der Suche nach Tätern und Schuldigen etwas genauer hinzuschauen. War diese Eskalation tatsächlich nur ein Auswuchs maßlos dummer Deppen, die den Fußball als Bühne für ihre menschenverachtende und verblendete Ideologie missbrauchen? Stecken hier wirklich nur gut organisierte Rotten von kahlköpfigen Parolen-Schreihälsen dahinter? War die Prügelei am Samstag wirklich der spontane Ausbruch eines unberechenbaren Haufens sogenannter Problemfans der Kategorie C?</p>
<div id="attachment_3725" class="wp-caption alignright" style="width: 285px"><a rel="attachment wp-att-3725" href="http://www.queer-devils.org/2011/08/03/graue-herren-schwarze-klamotten-offene-fragen-und-andere-ungereimtheiten/dynamo-abendblatt-bild-04/"><img class="size-full wp-image-3725 " title="FCK-Fans werden im Gästeblock von Dynamo-Anhängern angegriffen (Abendblatt)" src="http://www.queer-devils.org/wp-content/uploads/2011/08/Dynamo-Abendblatt-Bild-04.jpg" alt="FCK-Fans werden im Gästeblock von Dynamo-Anhängern angegriffen (Abendblatt)" width="275" height="183" /></a><p class="wp-caption-text">FCK-Fans werden im Gästeblock von Dynamo-Anhängern angegriffen (Abendblatt)</p></div>
<p>Es mag durchaus sein, dass eine Verkettung unglücklicher Zufälle und Umstände zu der kritischen Situation geführt haben. Also, dass die Polizeitaktik nicht ganz aufgegangen war, dass plötzlich auf wundersame Weise Sicherheits-Tore offen waren, durch die die Chaoten in den Gästebereich gelangten und die danach vor der heranrückenden Polizei wieder verschlossen wurden, dass vereinzelt Ordner den vor dem Lautern-Block aufmarschierten Chaoten eher Begleitschutz gaben, als sie vor ihrem Tun zu hindern, dass den Gästefans teilweise Fluchtmöglichkeiten verwehrt waren und so weiter und so fort. Es mag auch durchaus sein, dass für jeden einzelnen dieser sogenannten unglücklichen Umstände und insbesondere für die Gewalttaten selbst, zumindest Täter, vielleicht auch Schuldige gefunden, angeklagt und zur Rechenschaft gezogen werden. Es mag auch sein, dass genau dies irgendwann im Abschlussbericht stehen wird, dass &#8220;eine Verkettung unglücklicher Umstände &#8220;….bla bla bla…und so weiter!</p>
<p>Es liegt aber ebenso im Bereich des Möglichen, dass wir am Samstag Augenzeuge einer seit Wochen geplanten und wohl durchdachten Strategie geworden sind. Ein Schlachtplan (oder einer von mehreren), bei dem die gewaltbereiten Kahlköpfe auch nur ein ausführendes Organ eines perfiden Vorhabens waren? Gewagte Vermutung, aber wirklich so weit hergeholt?</p>
<p>Wenden wir uns postwendend der logischen und notwendigen kriminalistischen Frage zu, die stets gestellt wird, wenn es darum geht den Antrieb zu Auswüchsen dieser Art, den Grund für kriminelle Handlungen zu verstehen, der Frage nach dem Motiv! Also, cui bono – wem nutzt das? Wer am Samstag dabei war und wer vor den Ereignissen und auch danach ein wenig über den Rand des Eskalationsraumes hinaus schauen konnte (und wollte), kann auch Gedanken hegen, die weiter gehen. Wesentlich weiter!</p>
<p>Blicken wir zurück ins Jahr 1979. Der BFC Dynamo gastierte zu einem Freundschaftsspiel in der BRD. Gegner war damals der 1.FC Kaiserslautern. Nach der Partie setzte sich der junge und hoffnungsvolle Leistungsträger, Jung-Nationalspieler und damalige Dynamo-Kapitän <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lutz_Eigendorf">Lutz Eigendorf</a> bei einem Stadtbummel in Gießen ab. Mit dem Taxi fuhr er unerkannt zurück nach Kaiserslautern und vertraute sich dem 1.FCK an. Die Lauterer nahmen Lutz Eigendorf auf. Dieser spielte nach Absitzen einer wegen der Flucht durch die UEFA verhängten einjährigen Sperre dann bis 1982 insgesamt <a href="http://www.der-betze-brennt.de/spieler/lutz-eigendorf.php">65-mal für den 1.FC Kaiserslautern</a> (7 Tore) und wechselte danach zu Eintracht Braunschweig. Am 5. März 1983 geriet Lutz Eigendorf mit seinem privaten PKW außerhalb des Braunschweiger Stadtteils Querum aus bis heute ungeklärter Ursache von der Fahrbahn ab und raste gegen einen Baum. Er verstarb 2 Tage nach dem Unfall.</p>
<div id="attachment_3726" class="wp-caption alignleft" style="width: 118px"><a rel="attachment wp-att-3726" href="http://www.queer-devils.org/2011/08/03/graue-herren-schwarze-klamotten-offene-fragen-und-andere-ungereimtheiten/dynamo-dbb-bild-03/"><img class="size-full wp-image-3726" title="Lutz Eigendorf - von 1979 bis 1982 beim 1.FCK (DBB)" src="http://www.queer-devils.org/wp-content/uploads/2011/08/Dynamo-DBB-Bild-03.jpg" alt="Lutz Eigendorf - von 1979 bis 1982 beim 1.FCK (DBB)" width="108" height="160" /></a><p class="wp-caption-text">Lutz Eigendorf - von 1979 bis 1982 beim 1.FCK (DBB)</p></div>
<p>Nach der Wende bekamen Vermutungen neuen Nährboden, die Stasi habe Lutz Eigendorf exekutiert. Nach heutigen Erkenntnissen gab es zumindest deutliche <a href="http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/7534512/artid/8055663">Hinweise auf vorhandene Mordpläne</a> gegenüber dem Republikflüchtling. Einen eindeutigen Nachweis, dass diese tatsächlich ausgeführt wurden, gibt es indessen nicht. Lesenswert dazu übrigens die Veröffentlichung von Heribert Schwan &#8211; &#8220;Tod dem Verräter! – Der lange Arm der Stasi und der Fall Lutz Eigendorf&#8221; (Knaur Verlag). Nach den noch verfügbaren Unterlagen aus den Stasi-Archiven, waren nach Lutz Eigendorfs Flucht hier im Westen in Spitzenzeiten immerhin bis zu 50 Informelle Mitarbeiter (IM) des MfS auf ihn angesetzt. Leider fehlen in der Stasi Akte des hauptsächlich im Westen agierenden IM &#8220;Klaus Schlosser&#8221; ausgerechnet die Unterlagen aus der Zeit zwischen 80 und 83. Spektakulär auch die Aussage des ehemaligen Stasi-Spitzels Karl-Heinz Felgner im Frühjahr 2010 vor dem Düsseldorfer Landgericht. Er gab offen zu von der Stasi einen <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/sport/1125448/">Mordauftrag für Eigendorf erhalten</a> zu haben, habe ihn jedoch nie ausgeführt.</p>
<p>Halten wir zunächst noch einmal abseits der Geschehnisse im Friedrich-Ludwig-Jahn Sportpark fest – seit Jahren ist bekannt, dass bis zum heutigen Tag von mehr als 6.000 Hauptamtlichen Mitarbeitern des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) längst nicht alle entlarvt wurden. Hinzu kamen mehr als 2.000 <a href="http://www.bpb.de/themen/RYOKYK,0,0,Unentdeckt_in_die_deutsche_Einheit_Die_StasiOffiziere_im_besonderen_Einsatz.html">Offiziere im besonderen Einsatz (OibE)</a>, die vom DDR-Spitzelapparat an Schlüsselpositionen der Gesellschaft implementiert waren. Bis heute konnten auch von diesen nicht alle aufgedeckt werden. Die Problematik ist selbst bis in die Spitzenpolitik bekannt. Die <a href="http://www.wallstreet-online.de/diskussion/1139943-1-10/spitzel-immer-noch-aktiv-die-stasi-macht-mobil">Rolle der Linken</a> scheint auch dabei nicht immer glücklich und einer selbsternannt demokratischen Partei nicht immer zu Gesicht zu stehen. Erst im Frühjahr dieses Jahres bedauerte der Brandenburgische Innenminister Woidtke (SPD), dass nach wie vor sogar Leitende Positionen der Polizei in Brandenburg <a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/brandenburger-polizei-wird-stasi-nicht-los/3912432.html">mit ehemaligen Stasi-Mitarbeitern</a> besetzt seien. Im Grunde ein ungeheuerlicher Vorgang, der als Momentaufnahme zunächst nur die Situation lediglich eines Bundeslandes beleuchtet! Noch im Jahr 2009 betonte der frühere Geheimdienst-Koordinator der ehemaligen Kohl-Regierung <a href="http://www.welt.de/die-welt/article3849003/Wir-werden-bestimmt-noch-Ueberraschungen-erleben.html">Bernhard Schmidbauer gegenüber der Welt</a> in einem ähnlichen Zusammenhang &#8211; „wir werden noch einige Überraschungen erleben!“</p>
<p>Der organisierte Apparat, den es hier zu hinterfragen gilt, war bedeutend größer und bestand aus weit mehr als nur dem BFC Dynamo. Das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) hatte die <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/sport/1281904/">Sportpolitik der SED innerhalb der DDR-Gesellschaft</a> durchzusetzen. Verantwortlich dafür war die Hauptabteilung XX/3. Die Sportvereinigung Dynamo war der größte Verband unter dem Dach des Deutschen Turn- und Sportbundes (DTSB). Aushängeschilder natürlich der SC Dynamo Berlin, die Fußballklubs BFC Dynamo und Dynamo Dresden, oder der SG Dynamo Zinnwald.</p>
<div id="attachment_3727" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a rel="attachment wp-att-3727" href="http://www.queer-devils.org/2011/08/03/graue-herren-schwarze-klamotten-offene-fragen-und-andere-ungereimtheiten/dynamo-newsclick-bild-01/"><img class="size-medium wp-image-3727" title="Hinweis auf einen Mordauftrag? (newsclick/Schwan)" src="http://www.queer-devils.org/wp-content/uploads/2011/08/Dynamo-newsclick-Bild-01-300x276.jpg" alt="Hinweis auf einen Mordauftrag? (newsclick/Schwan" width="300" height="276" /></a><p class="wp-caption-text">Hinweis auf einen Mordauftrag? (newsclick/Schwan</p></div>
<p>In das Weltbild verblendeter Unverbesserlicher passte es schon damals nicht, dass man einem Republikflüchtling, einem Abtrünnigen, einem Verräter Unterschlupf und Obdach gewährt. In deren Augen waren Helfer, die sich für Republikflüchtige engagierten ebenso Verräter! Das war damals Ideologie und es liegt der Schluss nahe, dass in den Köpfen vieler, die damals in diese Denk-Muster eingebunden waren, heute nichts anderes vorherrscht. Es liegt dann auch nahe, dass <a href="http://www.spiegel.de/video/video-1106018.html">die grauen Eminenzen</a> solche Vorkommnisse von damals bis zum heutigen Tage nicht verwinden konnten und können. Genauso wenig, wie sie den <a href="http://diepresse.com/home/sport/fussball/625496/BFC-Dynamo_Die-Ewiggestrigen-im-Niemandsland">sportlichen und gesellschaftlichen Niedergang</a> ihres einstigen Vorzeige-Vereins bis heute nicht verwinden können.</p>
<p>Tja, und dann präsentiert das Schicksal in Gestalt der Auslosung zur ersten Hauptrunde des DFB-Pokals diesen unverbesserlichen Demagogen den Fluchthelfer und Fluchtunterstützer von damals sozusagen auf dem Präsentierteller. Der 1.FC Kaiserslautern muss zum BFC Dynamo reisen! Wer soll an dieser Stelle nicht auf dumme Gedanken kommen?</p>
<p>So viel zu den Ereignissen aus der Vergangenheit und zu den Rahmenbedingungen, die mehr als drei Jahrzehnte Geschichte gesteckt haben. Ruft man sich all das in Erinnerung, dann ergeben diverse Wahrnehmungen vom vergangenen Samstag plötzlich einen Sinn. Dann rücken einige der noch ungeklärten offenen Fragen zu den Ereignisseen im Friedrich-Ludwig-Jahn Sportpark in ein ganz anderes Licht.<br />
Beispielsweise der ältere Herr, der rund eine dreiviertel Stunde vor dem Anpfiff auf der Treppe zu sehen war, über die man am südlichen Ende der Haupttribüne, hinter dem Gästeblock, den Oberrang der Tribüne betreten konnte. Er stand in Begleitung dreier jüngerer Herren auf dem Treppenabsatz. Der ältere Herr, im Alter von etwa Anfang 60, nüchterne beigefarbene Stoffjacke, Hornbrille, Mütze, graue Hose. Von den drei anderen, zwei etwa Anfang 30, der dritte eher Anfang bis Mitte 40, alle drei adrett und akkurat gekleidet, schnittige Frisur, Markenklamotten, einer davon komplett in schwarz mit Rollkragenpullover. Immer wieder wurde über den Gästeblock gedeutet, über die Brüstung gebeugt auf den Absperrbereich zwischen Haupttribüne und Gästekurve geblickt.</p>
<p>Zunächst nur eine kurze Wahrnehmung auf dem Weg zur Imbissbude, bei der man sich zu dem Zeitpunkt vor dem Spiel nichts denken musste, nichts denken konnte. Die Beobachtung gewann später aber an Auffälligkeit, weil speziell zwei der drei Begleiter des älteren Herren als die Prügeleien im Gange waren, sich genau an jenem Übergangsbereich postiert hatten, der die Haupttribüne von der Kurve trennte. Es waren auch die beiden, die vor allem die engagierte Dame vom Ordnungsdienst massiv unter Druck setzten, die Absperrgitter dort nicht zu öffnen. Verbal und körperlich. Ich selber war bei dem ersten fluchtartigen Rückzug dabei, der den Großteil der FCK-Fans instinktiv dort oben in diese Ecksituation getrieben hatte. Ich selber bemühte mich über das Absperrgitter in den freien Raum dahinter zu gelangen. Bei meinen Bemühungen blieb es. Eine kräftige Hand packte mich jedenfalls am Handgelenk und riss meinen Griff vom Gitter wieder los, sodass ich schon Schwierigkeiten hatte den Halt nicht zu verlieren. Ein heftiger Faustschlag auf den Oberarm warf mich vollends zurück in die Menge. Gefolgt von der klaren Botschaft &#8220;für Kapitalisten gibt’s hier keinen Ausgang &#8220;!</p>
<p>Überhaupt war die Stimmung dort oben in diesem Übergangsbereich sehr merkwürdig. Mindestens 5-6 Zuschauer versuchten permanent die Fluchtreaktion der panischen FCK-Fans zu stoppen und diese zurückzudrängen, anstatt Hilfe anzubieten. Dazu die älteren Schreihälse vom Oberrang &#8211; &#8220;habt Ihr Pippi in der Hose? Jetzt gibt’s auf die Mütze!&#8221; Oder das hämische Gelächter eines Herrn mittleren Alters flankiert von den Worten &#8220;nu machen se die Wessis platt!&#8221; Wohlgemerkt, die hier Hilfe verwehrten, das waren keine von den typischen Schlägern, das waren seriös wirkende, wohl gekleidete Herren mittleren Alters und älter. Im unteren Bereich (direkt neben der ARD Kamera) wurden mehrfach Bemühungen offensichtlich gemäßigterer Zuschauer unterbunden, die den FCK-Fans Hilfe leisten wollten. Letztlich konnten sich diese vereinzelten Protagonisten aber nicht gegen die Masse durchsetzen und mussten ihre offensichtliche Verhinderungstaktik aufgeben. Wenigstens wurden dann Frauen und Kinder an besagtem Tribünenübergang durchgelassen.</p>
<p>Die vor dem Spiel wahrgenommene graue Eminenz stand zu dem Zeitpunkt – nun in weiblicher Begleitung – wieder auf dem Absatz der Treppe zum Oberrang und beobachtete in stoischer Ruhe die Szenerie. Im Nachhinein überlegt, eine außerordentlich skurrile und beängstigende Situation.</p>
<div id="attachment_3723" class="wp-caption alignleft" style="width: 170px"><a rel="attachment wp-att-3723" href="http://www.queer-devils.org/2011/08/03/graue-herren-schwarze-klamotten-offene-fragen-und-andere-ungereimtheiten/dynamo-tagesspiegel-bild-05/"><img class="size-full wp-image-3723" title="Der FCK-Anhang einigermaßen in Sicherheit (Tagesspiegel)" src="http://www.queer-devils.org/wp-content/uploads/2011/08/Dynamo-Tagesspiegel-Bild-05.jpg" alt="Der FCK-Anhang einigermaßen in Sicherheit (Tagesspiegel)" width="160" height="120" /></a><p class="wp-caption-text">Der FCK-Anhang einigermaßen in Sicherheit (Tagesspiegel)</p></div>
<p>Vor dem genannten Hintergrund gewinnen natürlich auch die Fragen an Brisanz, die aktuell um die zunächst geöffneten und dann wieder verschlossenen Sicherheits-Tore gestellt werden. Die Frage auch, warum der Polizeiriegel oben auf dem Kurvenkranz kurz vor dem Aufmarsch der Chaoten verschwunden war. Wir hatten uns später mit mehreren Polizisten und Polizistinnen unterhalten, die alle unabhängig voneinander bestätigten, dass offensichtlich kleinere Chaoten-Gruppen gezielt unterhalb des Stadionareals aufmarschiert waren. Dorthin wurden die Polizeikräfte abgezogen – und fehlten so an der entscheidenden Stelle. Alles nur Zufall? Oder doch nur haltlose Phantasie?</p>
<p>Beweisen lässt sich das alles nicht – noch nicht. Aber es ist zumindest ein Ansatz, um eine Antwort auf die Frage zu finden, wem die Ereignisse vom Samstag etwas nützten. Auch um bei der Suche nach einem Motiv, Erklärungen zu finden! Wenn auch mit einem außerordentlich irrationalen und für die menschliche Vernunftbegabung mehr als perfiden Beigeschmack.</p>
<p>Diese Schlacht am vergangenen Samstag im Friedrich-Ludwig-Jahn Sportpark nutzte nur diesen alten unsichtbaren aber bis heute linientreuen Kader-Akteuren. Also eine organisierte Aktion? Zumindest riecht es danach, dass hier einige wenige eine späte Genugtuung zelebrierten, mit der man nach 32 Jahren jenem Verein einen Schuss vor den Bug setzen konnte, der ihren damaligen Abtrünnigen aufgenommen hatte! Nichts anderes ergibt einen Sinn, nichts anderes!</p>
<p>Doch schrauben wir die Verschwörungstheorie, die ganze Sinnfrage und das Ammenmärchen von nach wie vor aktiven Stasi-Generälen einfach mal wieder auf null runter! Ausschreitungen dieser Art und Gewaltaktionen, wie am Samstag von dumpfen Hooligans des BFC Dynamo vorgetragen ergeben ohnehin <strong>NIE</strong> einen Sinn!</p>
<p>Dann bleibt natürlich das übrig, was erst einmal alle, die im Stadion waren sehen konnten und wohl auch sehen wollen. Unverbesserlichen Hooligans &#8211; zweifelsohne gut organisiert &#8211; gelingt es nach der DFB-Pokal-Partie gegen den 1.FC Kaiserslautern aus ihrem Gatter auszubrechen, in die Kurve der Gästefans einzudringen und dort wahllos Menschen zu verprügeln.<br />
Auch ohne Verschwörungstheorie, ohne Hintermänner und ohne unsichtbare Strippen-Zieher ein ungeheuerlicher Vorgang! Die Zeit ist längst überfällig, dass solche Vorgänge aus den Fußballstadien verschwinden. Lieber DFB – nehmen Sie sich dieser Aufgabe an! Auch der 1.FC Kaiserslautern sollte die Ereignisse – so schlimm sie waren – als Chance betrachten, um gemeinsam mit den Fans mehr offene Dialoge zu führen und mehr aktive Arbeit in die Bekenntnisse gegen Gewalt zu investieren. Es bleibt aber auch zu hoffen, dass die Fankultur solche Offerten annimmt und mitgestaltet. Spätestens hier wäre es viel einfacher eine Antwort auf die Frage zu finden – cui bono? Dem Fußball und allen die ihn mögen…</p>
<p>(mg)</p>
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		<item>
		<title>An einem Wochenende zu Gast beim BFC Dynamo</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Aug 2011 21:59:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gk</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der 1.FC Kaiserslautern erreicht die zweite Runde im DFB-Pokal Das Losglück wollte es so, die Anhänger des 1.FC Kaiserslautern durften bereits in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokal den Evegreen anstimmen &#8211; „Berlin, Berlin wir fahren nach Berlin&#8230;“. Mehr als 2.000 Fans machten sich teilweise am Vortag der Partie in bester Laune auf den Weg in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der 1.FC Kaiserslautern erreicht die zweite Runde im DFB-Pokal</strong></p>
<div id="attachment_3704" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a rel="attachment wp-att-3704" href="http://www.queer-devils.org/2011/08/01/an-einem-wochenende-zu-gast-beim-bfc-dynamo/bfc-fck-002a/"><img class="size-medium wp-image-3704" title="Einstimmung vor der Fanclub-Kneipe der Berliner Bagaasch" src="http://www.queer-devils.org/wp-content/uploads/2011/08/BFC-FCK-002a-300x203.jpg" alt="Einstimmung vor der Fanclub-Kneipe der Berliner Bagaasch" width="300" height="203" /></a><p class="wp-caption-text">Einstimmung vor der Fanclub-Kneipe der Berliner Bagaasch</p></div>
<p>Das Losglück wollte es so, die Anhänger des 1.FC Kaiserslautern durften bereits in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokal den Evegreen anstimmen &#8211; „Berlin, Berlin wir fahren nach Berlin&#8230;“. Mehr als 2.000 Fans machten sich teilweise am Vortag der Partie in bester Laune auf den Weg in die Bundeshauptstadt, um ihre Elf zu unterstützen. Darunter auch ein kleiner Trupp der Queer Devils. Neben den guten Kontakten zu den bekannten Fanclubs in Berlin und den vielen Highlights, die Berlin zu bieten hat, gab es Gründe genug, nicht nur zum Spiel anzureisen sondern einen Kurzurlaub in der Hauptstadt unseres wieder vereinten Landes zu verbringen.</p>
<p>Gesagt, getan! So waren auch wir bereits am Freitag auf dem Weg an die Spree und durften schon einen Abend vor dem Match illustre Stunden im Nachtleben am Prenzlauer Berg verleben. Die Stimmung ließen wir uns selbst durch das anhaltende regnerische Wetter in keinster Weise verhageln. Auch nicht als am Spieltag selbst Petrus bereits seit dem frühen Morgen seine Schleusen geöffnet hatte. Die Tristesse an jendem Morgen schien sich kaum überbieten zu lassen. Eine trügerische Einschätzung! </p>
<p><span id="more-3682"></span></p>
<div id="attachment_3705" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a rel="attachment wp-att-3705" href="http://www.queer-devils.org/2011/08/01/an-einem-wochenende-zu-gast-beim-bfc-dynamo/bfc-fck-006a/"><img class="size-medium wp-image-3705" title="Friedrich-Ludwig-Jahn Sportpark - regnerische Tristesse" src="http://www.queer-devils.org/wp-content/uploads/2011/08/BFC-FCK-006a-300x251.jpg" alt="Friedrich-Ludwig-Jahn Sportpark - regnerische Tristesse" width="300" height="251" /></a><p class="wp-caption-text">Friedrich-Ludwig-Jahn Sportpark - regnerische Tristesse</p></div>
<p>Nach ausgiebigem Frühstück und ausführlicher Vorbereitung auf den ersten Schritt Richtung Finale ging es dann zur &#8220;Berliner Bagaasch&#8221;. Jenem FCK-Fanclub, der im Parade-Bezirk der einstigen Metropole des ehemaligen Arbeiter- und Bauernstaates und heutigen Kult-Kiez seine Heimat gefunden hat. Vor dem Gun Club, der offiziellen Club-Kneipe des größten Berliner FCK-Fanclubs hatten sich bereits Stunden vor dem Spiel einige hundert Fans der Roten Teufel eingefunden. Alte Geschichten auspacken (&#8220;ey, wäsch noch, wie mer die domols gepackt hän?&#8221;), neue Bekanntschaften knüpfen (&#8220;wu kumm&#8217;schen Du her un wie lang bisch&#8217;n Du schun doo?&#8221;). Skurrile Szenerei inmitten einer trügerischen Ruhe.</p>
<p>Nach ein paar Bierchen dann Abmarsch zum Stadion. Quer durch den Kiez! Nicht minder skurril, da uns auf dem Weg dorthin mehrfach seltsam gekleidete und noch seltsamer blickende Gestalten herzlich und lautstark zur &#8220;Dritten Halbzeit&#8221; eingeladen hatten. Dennoch war auch auf dem Weg zum Stadion von einem &#8220;Hochsicherheitsspiel&#8221; wenig wahrzunehmen. Polizei war kaum mehr erkennbar als beim Saar-Pfalz-Cup in Homburg!  Oder waren die nach dem Prinzip der Deeskalation eher im Hintergrund geblieben? Für ein Spiel unter diesen Vorzeichen vielleicht sogar etwas gewagt, wenn es so gewesen wäre. Fantrennung auf dem Weg zum Stadion? Nach den Wahrnehmungen derjenigen, die aus östlicher Richtung eintrafen, gab es keine! So konnte man sich seinen Weg selbst &#8220;wählen&#8221;. War nur die Frage ob man ab der Eberswalder Straße nach der U-Bahn-Station nun einen Weg links oder rechts vorbei an den sympathischen kahlköpfigen Dynamo-Fanhaufen suchen sollte.</p>
<div id="attachment_3706" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a rel="attachment wp-att-3706" href="http://www.queer-devils.org/2011/08/01/an-einem-wochenende-zu-gast-beim-bfc-dynamo/bfc-fck-008a/"><img class="size-medium wp-image-3706 " title="Der Lauterer Anhang schon vor der Partie trotz Regen guter Stimmung" src="http://www.queer-devils.org/wp-content/uploads/2011/08/BFC-FCK-008a-300x204.jpg" alt="Der Lauterer Anhang schon vor der Partie trotz Regen guter Stimmung" width="300" height="204" /></a><p class="wp-caption-text">Der Lauterer Anhang schon vor der Partie trotz Regen guter Stimmung</p></div>
<p>Immerhin, zur Vermeidung möglicher Ausschreitungen stand ein kleines Häuflein Polizisten auf der besagten Kreuzung gegenüber parat. Aber die hätten sicher sofort eingegriffen, wenn das grüne Ampelmännchen ihnen das Überqueren der stark befahrenen Kreuzung erlaubt hätte.</p>
<p>Trotz mulmiger Gefühle &#8211; geschafft. Der altehrwürdige Friedrich-Ludwig-Jahn Sportpark war erreicht. Aber auch die Einlasskontrollen  am Stadion gingen kaum über das übliche Maß dessen hinaus, was man von Spielen einer Standard-Sicherheitsstufe gewohnt war oder ist. Vielleicht mit ein Grund, warum dann doch so viele aus dem Lager der Pfälzer ihre gefährlichen Tempotaschentücher ins Stadion schmuggeln konnten? Hätten sie uns die doch nur mal abgenommen, vielleicht wäre an jenem Nachmittag damit vieles ungeschehen geblieben. Die Kommentare in der späteren ARD-Sportschau ließen den Rückschluß jedenfalls zu!</p>
<div id="attachment_3707" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a rel="attachment wp-att-3707" href="http://www.queer-devils.org/2011/08/01/an-einem-wochenende-zu-gast-beim-bfc-dynamo/bfc-fck-009a/"><img class="size-medium wp-image-3707" title="Kurz vorm Anpfiff - los gehts" src="http://www.queer-devils.org/wp-content/uploads/2011/08/BFC-FCK-009a-300x169.jpg" alt="Kurz vorm Anpfiff - los gehts" width="300" height="169" /></a><p class="wp-caption-text">Kurz vorm Anpfiff - los gehts</p></div>
<p>Hinein ins Vergnügen. Der BFC Dynamo ist in einer Spielstätte der alten Schule zuhause. Unüberdachte Kurven, lang gezogenes Oval. Verpflegung abseits jedes Business-Caterings. Hier gibts noch Steak von der Holzkohle, Würste vom Fleischer, wenngleich die Brötchen eher an Sparta, denn an blühende Landschaften erinnerten. Wenigstens das hat beeindruckt. Anhaltendes Fritz-Walter-Wetter jedenfalls macht hungrig und durstig und tat auch der Stimmung keinen Abbruch. Die Lauterer Fankurve unterstützte ihre Teufel während der 90 Minuten pausenlos und unermüdlich &#8211; kreativ und friedlich.</p>
<p>Über die Partie selber wurde bereits an anderen Stellen ausführlich berichtet. Die Roten Teufel ließen nichts anbrennen. Trotz &#8211; oder gerade wegen des &#8211; Fritz-Walter-Wetters, erspielten sich die Jungs von Marco Kurz von Anfang an eine Feldüberlegenheit, die sie während der gesamten Partie nicht für einen Moment wieder hergaben. Stark das Flügelspiel, vor allem über links. Stabil die Abwehr, Matthias Abel und vor allem Rodnei, eine bärenstarke Partie. So sorgten Ivo Illisevic (18.) und Kapitän Christian Tiffert (23.) bereits für die beruhigende 2:0 Pausenführung. Nach dem Wechsel erhöhte der agile Thanos Petsos per Kopf gar auf 3:0 (49.). Trotz der weiter anhaltenden wiedrigen Wetterverhältnisse gelang dem FCK keine Ergebnisverbesserung mehr, obwohl vor allem de Witt und Sukuta-Pasu noch glänzende Einschussmöglichkeiten hatten.</p>
<div id="attachment_3708" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a rel="attachment wp-att-3708" href="http://www.queer-devils.org/2011/08/01/an-einem-wochenende-zu-gast-beim-bfc-dynamo/bfc-fck-015a/"><img class="size-medium wp-image-3708" title="Kurz vor Spielende - bei 0:3 alles geritzt" src="http://www.queer-devils.org/wp-content/uploads/2011/08/BFC-FCK-015a-300x202.jpg" alt="Kurz vor Spielende - bei 0:3 alles geritzt" width="300" height="202" /></a><p class="wp-caption-text">Kurz vor Spielende - bei 0:3 alles geritzt</p></div>
<p>Etwa 10 Minuten vor dem Ende gaben die Dynamo Fans einen ersten Vorgeschmack auf das, was noch folgen sollte. Eine Reihe von Böllern, die von der Gegengerade und der Kurve der Heim-Fans in den Innenraum flogen, veranlassten Schiedsrichter Rafati die Partie für 3 Minuten zu unterbrechen. Was sich dann ab dem Zeitpunkt der Spielunterbrechung abspielte war zunächst kaum wahrnehmbar. Die ursprünglich zwischen dem Gästebereich und der überdachten Fantribüne von Dynamo postierte Polizeigruppewar jedenfalls schon kurz vor dem Ende der Partie plötzlich verschwunden. Direkt nach dem Abpfiff feierte zunächst der Lauterer Anhang gebührend seine Mannschaft und die Jungs kamen zum Abklatschen auch brav zum Zaun.</p>
<div id="attachment_3703" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a rel="attachment wp-att-3703" href="http://www.queer-devils.org/2011/08/01/an-einem-wochenende-zu-gast-beim-bfc-dynamo/bfc-dynamo-1-fc-kaiserslautern/"><img class="size-medium wp-image-3703" title="Die Fans des FCK realisieren die Gefahr- fluchtartige Panik (© DPA/Spiegel Online)" src="http://www.queer-devils.org/wp-content/uploads/2011/08/BFC-FCK-026a-300x194.jpg" alt="Die Fans des FCK realisieren die Gefahr- fluchtartige Panik (© DPA/Spiegel Online)" width="300" height="194" /></a><p class="wp-caption-text">Die Fans des FCK realisieren die Gefahr- fluchtartige Panik (Peter Strauss/dapd)</p></div>
<p>Die Spieler waren kaum in Richtung Kabine verschwunden kippte die Stimmung im weiten Rund, begann der Lauterer Anhang das drohende Unheil zu ahnen. Die Gewitterwolken, die sich da näherten, waren wegen der ausgelassenen Feierlaune zu dem Zeitpunkt noch gar nicht so ralisierbar. Gleich zwei Sicherheitstore, die den Tribünenbereich zwischen Dynamo-Fans und Gästefans trennten, waren plötzlich offen. Eventuell von Ordnern geöffnet? Ein Versehen? Jedenfalls fielen die Dynamoschläger-Trupps durch geanu diese Tore in den Gästebereich ein. Nun wurde auch dem letzten Lauterer Fan klar, was vor dem Spiel etliche der Kahlköpfigen vom Straßenrand aus angekündigt hatten. Eine spontane Eskalation nach einem Fußballspiel sieht jedenfalls anders aus! Einigen späteren Medienberichten zufolge hat die Polizei den Ordnungsdienst stark kritisiert, weil der angeblich die Hooligans durch die Tore lies, aber vor der nachrückenden Polizei die Tore wieder verschloss. An anderer Stelle, wo sich Fluchtmöglichkeiten für die verängstigten FCK-Anhänger offenbarten, wurden Ordner von Zuschauern aus dem Berliner Lager daran gehindert Barrieren zu den Ausgängen im Gästebereich zu entfernen!</p>
<div id="attachment_3709" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a rel="attachment wp-att-3709" href="http://www.queer-devils.org/2011/08/01/an-einem-wochenende-zu-gast-beim-bfc-dynamo/dfb-pokal-bfc-dynamo-berlin-1-fc-kaiserslautern/"><img class="size-medium wp-image-3709" title="Mitten im Polizeischutz-Kessel - Fans mit Stefan Kuntz (dpa)" src="http://www.queer-devils.org/wp-content/uploads/2011/08/BFC-FCK-024a-300x207.jpg" alt="Mitten im Polizeischutz-Kessel - Fans mit Stefan Kuntz (dpa)" width="300" height="207" /></a><p class="wp-caption-text">Mitten im Polizeischutz-Kessel - Fans mit Stefan Kuntz (dpa)</p></div>
<p>Es waren Fans auf der Haupttribüne, die mit hämischen Grinsen und erhobenen Fäusten zu verhindern suchten, dass Eltern ihre Kinder aus der Gefahrenzone bringen konnten. Das Verhalten der FCK-Fans hat sicher mit dazu beigetragen Schlimmeres zu verhindern. Zum einen warfen sich etliche Mutige den Attacken der des Berliner Mobs selbstlos entgegen, so dass diese nicht weiter in die Reihen des FCK-Anhangs einbrechen konnten. Danke für Eure Courage, Jungs! Zum anderen gab der FCK-Anhang den Polizeikräften auch Zeit die Situation wieder unter Kontrolle zu bringen. Auch Stefan Kuntz, Marco Haber und die Lauterer Fanbetreuung waren zur Stelle und halfen die eigenen Fans zu beruhigen und mit der Polizei weiteres Vorgehen zu koordinieren. Danke auch Euch für Euren Einsatz. Es darf spekuliert werden, wie viele Liga-Präsidenten das gleiche getan hätten! Auch den wenigen Ordnern von Dynamo die ansatzweise Herz gezeigt haben und Eltern mit Kindern aus dem Gästeblock über den Innenraum des Stadions gerade noch rechtzeitig entließen, sei Dank gesagt!</p>
<p>Zumindest nachdem die Polizei die Gesamtsituation unter Kontrolle hatte, haben die Kräfte vor Ort alles erdenkliche getan uns weiter zu schützen. Wir wurden ab dem Gäste-Bus-Parkplatz sogar in kleinen Gruppen zu Bahn-Haltestellen und einzelnen Taxen eskortiert. Wir selber sind sicher mit dem Schrecken davon gekommen. Unsere besten Genesungswünsche gelten allen FCK-Fans, die Blessuren oder Verletzungen davon getragen haben. In gleichem Maße natürlich auch gute Besserung an alle Polizisten und Ordnungskräfte, die während des Einsatzes in Mitleidenschaft gezogen wurden. Über die noch zurückgebliebenen offenen Fragen und zum Ablauf der Vorfälle wird jedoch noch an anderen Stellen zu berichten und zu diskutieren sein. Auch der deutsche Fußball hat (wieder einmal) Schaden genommen, weil vermeintlich ein paar Deppen eine Bühne gebraucht, um für ihre ideologische Verblendung eine Öffentlichkeit zu bekommen. Wehret den Anfängen!</p>
<p>(gk/mg)</p>
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		<title>Podiumsdiskussion in Mannheim zum Thema “Homophobie im Sport”</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Jun 2011 11:37:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Donnerstag, 9. Juni, 19.30 Uhr &#8211; Hochkarätige Diskussionsrunde unter Moderation von Chris Kühn, Landesvorsitzender der Grünen Baden-Württemberg Homophobie – der Hass auf Schwulen und Lesben – findet sich noch in vielen Teilen unserer Gesellschaft. Die Politik hat es in den letzten Jahren nicht vollbracht die volle Gleichstellung von Homosexuellen zu verwirklichen, schwule und lesbische Jugendliche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Donnerstag, 9. Juni, 19.30 Uhr &#8211; Hochkarätige Diskussionsrunde unter Moderation von Chris Kühn, Landesvorsitzender der Grünen Baden-Württemberg</em></strong></p>
<div id="attachment_3639" class="wp-caption alignright" style="width: 223px"><a rel="attachment wp-att-3639" href="http://www.queer-devils.org/2011/06/08/podiumsdiskussion-in-mannheim-zum-thema-%e2%80%9chomophobie-im-sport%e2%80%9d/akschwulesgruen_sport_flyer1/"><img class="size-medium wp-image-3639" title="Homophobie im Sport - Einladungsflyer zur Podiumsdiskussion in Mannheim" src="http://www.queer-devils.org/wp-content/uploads/2011/06/AKSchwuLesGruen_Sport_Flyer1-213x300.jpg" alt="Homophobie im Sport - Einladungsflyer zur Podiumsdiskussion in Mannheim" width="213" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Homophobie im Sport - Einladungsflyer zur Podiumsdiskussion in Mannheim</p></div>
<p>Homophobie – der Hass auf Schwulen und Lesben – findet sich noch in vielen Teilen unserer Gesellschaft. Die Politik hat es in den letzten Jahren nicht vollbracht die volle Gleichstellung von Homosexuellen zu verwirklichen, schwule und lesbische Jugendliche haben immer noch Angst sich zu ihrer sexuellen Orientierung zu bekennen, an vielen Arbeitsplätzen ist Homosexualität Anlass zu Mobbing und Ausschluss.</p>
<p>Auch im Sport ist Homophobie weit verbreitet. Äußerungen von Trainern, Spielern und Fans, welche entweder das Vorhandensein von Schwulen und Lesben verneinen, ihnen Qualitäten wie Kampfgeist absagen oder den Gegner mit Schimpfwörtern wie „Schwuchtel“ oder „Homo“ belegen sind keine Seltenheit.</p>
<p>Zur Intention der Podiumsdiskussion am 09. Juni zum Thema „Homophobie im Sport“ erklärt Tobias Heck, Sprecher des Arbeitskreises SchwuLes Grün: „Um das Problem im sportlichen und politischen Bereich anzugehen braucht es ein Bewusstsein bei den Verantwortlichen, deshalb haben wir Gäste aus Wissenschaft, aus Profivereinen, aus schwul-lesbischen Sportvereinen und aus der Fanszene eingeladen, um mit uns über Gründe des Tabus und Perspektiven zu diskutieren.“<span id="more-3638"></span></p>
<p>Jürgen Kauffmann ergänzt: „Mit Chris Kühn, Landesvorsitzender der Grünen Baden-Württemberg haben wir einen Fachmann im Bereich Sport für die Moderation gewinnen können. Er weiß, dass Sportpolitik nicht ohne Anti-Diskriminierung gedacht werden kann.“ Beide Sprecher sind überzeugt, dass diese für Mannheim einmalige Veranstaltung wichtige Impulse für Politik und Zivilgesellschaft geben kann, und hoffen auf eine breite Beteiligung von Fan- und Sportverantwortlichen. Ein Reader zur Veranstaltung ist hier abrufbar: <a title="hier" href="http://www.tobiasheck.de/wp-content/uploads/2011/06/Reader_Homophobie-im-Sport.pdf" target="_blank">Reader_Homophobie im Sport</a></p>
<p><strong>Die Podiumsdiskussion findet am Donnerstag, 09. Juni um 19.30 Uhr in der Alten Feuerwache (Seminarraum) in Mannheim </strong>statt. (&#8230;das ist die Location in der auch die Himbeerparty stattfindet &#8211; ergo weiß jeder wie er hin findet.)</p>
<p><strong><em>Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Podiumsdiskussion</em></strong></p>
<p>Mit <strong>Tatjana Eggeling</strong> haben wir eine Wissenschaftlerin für unsere Diskussion gewinnen können, welche sich aus kultureller und soziologischer Sicht mit dem Thema beschäftigt. Als Beraterin von Sportlerinnen und Sportlern hat sie Kontakt zu Betroffenen und weiß aus deren Alltag, von Problemen und Ängsten zu berichten. Diese Kombination aus Wissenschaft und Erfahrung macht sie wohl zu der ersten Ansprechpartnerin zum Thema.</p>
<p>Des Weiteren wird <strong>André Bribet</strong> auf dem Podium vertreten sein: Als Vorsitzender des schwul-lesbischen Sportvereins Abseitz Stuttgart (www.abseitz.de) weiß er von den Schwierigkeiten eines Homosexuellen im Freizeitsport zu berichten. Mit über 700 Mitglieder in vielen verschiedenen Sportarten weiß er den Bogen über den Fußball zu schlagen.</p>
<p>Von Fanseite dürfen wir an diesem Abend <strong>Matthias Gehring</strong> von den Queer Devils – dem schwul-lesbischen Fanclub des 1. FC Kaiserslautern, sowie Markus Delnef in seiner Funktion als Mitglied des Sprecherrates der Queer Football Fanclubs (QFF), dem Netzwerk der schwul/lesbischen Fanclubs in Deutschland und der Schweiz begrüßen. Letzterer ist außerdem Pressesprecher der Meenzelmänner , dem lesbisch-schwulen Fanclub des FSV Mainz 05. Beide können berichten, welche Intention hinter der Gründung eigener queerer Fanclubs steht und Eindrücke aus der Fanszene zu Homosexualität im Profifußball geben.</p>
<p>Von Seiten eines Profivereins konnten wir <strong>Alex Wehrle</strong> gewinnen. Er ist Referent des Vorstands, sowie der Stabsabteilung des VfB Stuttgart und wird uns über den Umgang mit dem Thema auf Verbands- und Vereinsebene berichten.</p>
<p>Quelle: <a href="http://www.tobiasheck.de">www.tobiasheck.de</a></p>
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		<title>IDAHO &#8211; Internationaler Tag gegen Homophobie in Kaiserslautern</title>
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		<pubDate>Thu, 12 May 2011 21:38:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Queer Devils begehen IDAHO im Fritz-Walter-Stadion und in der Lauterer Innenstadt Zum ersten Mal findet der Internationale Tag gegen Homophobie auch in Kaiserslautern statt. Viele Schwule und Lesben wollen damit am Dienstag 17.Mai für Toleranz gegenüber Homosexuellen und Transsexuellen demonstrieren und machen dafür mit bunten Luftballons auf sich aufmerksam. Dafür wird es eine offizielle Veranstaltung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Queer Devils begehen IDAHO im Fritz-Walter-Stadion und in der Lauterer Innenstadt</strong></p>
<div id="attachment_3591" class="wp-caption alignleft" style="width: 208px"><a rel="attachment wp-att-3591" href="http://www.queer-devils.org/2011/05/12/idaho-internationaler-tag-gegen-homophobie-in-kaiserslautern/rainbowflash/"><img class="size-full wp-image-3591" title="Rainbowflash - Logo für IDAHO 2011" src="http://www.queer-devils.org/wp-content/uploads/2011/05/rainbowflash.png" alt="Rainbowflash - Logo für IDAHO 2011" width="198" height="126" /></a><p class="wp-caption-text">Rainbowflash - Logo für IDAHO 2011</p></div>
<p style="text-align: justify;">Zum ersten Mal findet der Internationale Tag gegen Homophobie auch in Kaiserslautern statt. Viele Schwule und Lesben wollen damit am Dienstag 17.Mai für Toleranz gegenüber Homosexuellen und Transsexuellen demonstrieren und machen dafür mit bunten Luftballons auf sich aufmerksam. Dafür wird es eine offizielle Veranstaltung in der Innenstadt geben.</p>
<p style="text-align: justify;">An der Schlussveranstaltung am Schillerplatz werden auch die Queer Devils teilnehmen. Der <strong>Fanclub wird bereits im Vorfeld im Fritz-Walter-Stadion aktiv werden. Im Rahmen einer Stadionführung werden ebenfalls bunte Luftballons von Deutschlands höchstem Fußball-Berg aufsteigen und für mehr Toleranz und Akzeptanz werben</strong>.</p>
<p style="text-align: justify;">&#8220;Der Internationale Tag gegen Homophobie&#8221; (engl. - International Day Against Homophobia, IDAHO) wird seit 2005 jeweils am 17. Mai begangen. Das Datum wurde zur Erinnerung an den 17. Mai 1990 gewählt, den Tag, an dem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität aus von ihrer Liste der Krankheiten strich. Noch heute werden Homosexuelle in vielen Ländern der Erde politisch verfolgt und sogar ermordet, wie es in Deutschland unter dem Hitler-Regime üblich war. <span id="more-3588"></span></p>
<p style="text-align: justify;">7-10% der Bevölkerung sind homosexuell. Das Thema bezieht sich nicht nur darauf, was in Schlafzimmern passiert und eigentlich keinen Außenstehenden etwas angeht, sondern darauf, dass man mit dem Menschen, den man liebt, eine anerkannte Beziehung führen kann – genau wie jeder Andere auch. Und darum geht es: ein ganz normales Leben führen können. Doch auch hier in Kaiserslautern hat ein Großteil der Homosexuellen Angst, dazu zu stehen, dass man nicht zum größeren Anteil der Heterosexuellen gehört. Es ist immer noch die Angst da, dass man auf der Arbeit einen höheren Posten nicht bekommt, man vor Freunden ein seltsames Image bekommt oder einen Eltern aus Panik vor dem Unbekannten sogar verstoßen. Daher halten es die schwul-lesbischen Gruppen für so wichtig, dass Homosexuelle ganz offen und anerkannt dazu stehen können, wohin sie gehören. So wird jedem von uns schnell klar, dass er viele in seinem Umfeld hat, denen es so geht. Dass man niemanden umpolen kann, ist ebenso wissenschaftlich bewiesen, wie die Tatsache, dass Homosexualität nicht ansteckend sein kann. Doch mit jedem unüberlegten Spruch gegen Schwule hört drumherum jemand zu, der sich weiterhin versteckt, aus Angst, ausgegrenzt zu werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch gesetzlich sind in Deutschland nicht alle Menschen gleichgestellt. Es gibt zwar die eingetragene Lebenspartnerschaft, aber eine normale Ehe ist für Homosexuelle nach wie vor nicht offiziell möglich. Es gibt nicht die gleichen Rechte im Erbrecht, bei Steuererleichterungen oder Adoption.<br />
In einem kirchlich getragenen Kindergarten darf eine bekennend lesbische Erzieherin nach wie vor fristlos gekündigt werden und so geht ausgerechnet von der Kirche eine große Ungerechtigkeit und Intoleranz aus. Viele Geistliche würden auch diesen Missstand gerne beseitigen.<br />
Der Tag gegen Homophobie soll zeigen, dass es hier nach wie vor Probleme und große Angst vor Diskriminierung gibt. So wissen mehrere der Teilnehmer davon zu berichten, wie es ihnen schwer fällt, eine Partnerin zu finden, weil sich viele lesbische Frauen verstecken und man so nicht an sie herankommt, obwohl sie vielleicht gleich um die Ecke wohnt. Treue Liebesbeziehungen gingen auch hier in der Stadt schon außeinander, weil der Partner viel in der Öffentlichkeit steht und Angst vor der Reaktion von Anderen hat. So entscheidet Intoleranz auch in unserer Stadt nach wie vor über lebenslange Schicksale.<br />
Die schwul-lesbischen Gruppen aus Kaiserslautern (Rosa Teufel, AStA Schwulenreferat, AStA Frauen-Lesben-Referat, lauterjungs und -mädels e.V.) wollen sich an den weltweiten Demonstrationen zum IDAHO beteiligen und werden die Aktion „Rainbowflash“ am Dienstag hier in Kaiserslautern durchführen. Gleichzeitig werden z.B. auch in Trier und Mainz die Ballons steigen. Ab die bunten Luftballons können Karten geheftet werden, auf die man Wünsche für eine tolerante, freie Zukunft schreiben kann.<br />
Der Rundgang durch die Lautrer Innenstadt beginnt um 18 Uhr am Schillerplatz und auch Heterosexuelle können sich gerne beteiligen, um ihre Solidarität auszudrücken und sich für Toleranz auszusprechen. Nach dem Gang durch die Fußgängerzone wird man wieder an den Schillerplatz zurückkehren und um 18.45 Uhr werden rund 150 farbige Ballons in den Pfälzer Himmel steigen. Auch als Zuschauer kann man so bei einer bunten Aktion dabei sein.</p>
<p style="text-align: justify;">Quelle: <a href="http://www.rosateufel.de/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=336:20110517&amp;catid=13:aktuelle-termine&amp;Itemid=29">Schwul-LesBischer Stammtisch Rosa Teufel</a><br />
(mg)</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Abseitsfalle Heteronormativität? &#8211; Vom Anderssein im Fußball</title>
		<link>http://www.queer-devils.org/2011/05/02/abseitsfalle-heteronormativitat-vom-anderssein-im-fusball/</link>
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		<pubDate>Mon, 02 May 2011 21:21:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dr. Tatjana Eggeling (Berlin) referiert am 4. Mai an der Uni Frankfurt Die Cornelia Goethe Colloquien der Universität Frankfurt sind als offenes Diskussionsforum für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung eingerichtet. In diesem Semester stehen die Colloquien unter dem Titel &#8220;Genderspiel – Geschlechterverhältnisse im Sport&#8221;. Weltmeister oder Weltmeisterinnen – ein Unterschied? Obwohl Deutschlands Fußballfrauen aktuell bereits zweimal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dr. Tatjana Eggeling (Berlin) referiert am 4. Mai an der Uni Frankfurt</strong></p>
<div id="attachment_3550" class="wp-caption alignleft" style="width: 307px"><a rel="attachment wp-att-3550" href="http://www.queer-devils.org/2011/05/02/abseitsfalle-heteronormativitat-vom-anderssein-im-fusball/lcgenderspiel/"><img class="size-medium wp-image-3550" title="&quot;Genderspiel - Geschlechterverhältnisse im Sport&quot; (© CGC 2011)" src="http://www.queer-devils.org/wp-content/uploads/2011/05/lcgenderspiel-297x300.jpg" alt="&quot;Genderspiel - Geschlechterverhältnisse im Sport&quot; (© CGC 2011)" width="297" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Genderspiel - Geschlechterverhältnisse im Sport&quot; (© CGC 2011)</p></div>
<p>Die Cornelia Goethe Colloquien der Universität Frankfurt sind als offenes Diskussionsforum für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung eingerichtet. In diesem Semester stehen die Colloquien unter dem Titel &#8220;Genderspiel – Geschlechterverhältnisse im Sport&#8221;.</p>
<p>Weltmeister oder Weltmeisterinnen – ein Unterschied? Obwohl Deutschlands Fußballfrauen aktuell bereits zweimal hintereinander den Titel geholt haben, und damit die Leistungen ihrer männlichen Kollegen in den Schatten stellten, fiel die Anerkennung für diese Leistungen bisher verhältnismäßig gering aus. Insbesondere die Frauenfußballerinnen der ersten Stunde mussten sich diese Anerkennung über ihre sportlichen Erfolge erst mit einer &#8220;geballten Ladung Frauenpower&#8221; erkämpfen. Grund genug nach der &#8220;Erfolgsstory Frauenfußball&#8221; zu fragen. 2011 besteht nun die Chance zum &#8220;Hattrick&#8221;. Wird diesmal, im eigenen Land, alles anders?  Es gibt aber nicht nur aus diesem aktuellen Anlass guten Grund, einen Blick auf die Geschlechterverhältnisse im Sport zu werfen. Fußball zeigt sich 2011 keineswegs nur von seiner schönsten Seite.<span id="more-3547"></span></p>
<p>Sexismus, Rassismus und Homophobie sind auf dem Platz, im Stadion, in den Hierarchien und den Organisationen, aber auch in der Medienberichterstattung nach wie vor deutlich sichtbar.<br />
Geschlechtergrenzen werden, insbesondere im Leistungssport rigide kontrolliert, bis hin zu systematischen DNA-Tests. Geschlechtersegregration ist in den meisten Disziplinen nach wie vor der Normalfall.<br />
Trotz aller Kritik: Sport ist auch ein Hoffnungsträger. Sportliche Aktivität kann zur Veränderung beitragen: Im und durch Sport bewegt sich etwas. Sportliche &#8220;Begegnungen&#8221; bringen über kulturelle und soziale Differenzen hinweg Menschen zusammen und können dabei Diskriminierung und Vorurteile abbauen. Bietet die Praxis des Sports Raum, Vorstellungen von Geschlecht und das Verhältnis zum Körper neu zu verhandeln?</p>
<p>Am kommenden Mittwoch wird Dr. Tatjana Eggeling, renommierte Europäische Ethnologin mit Schwerpunkt Genderforschung, Sportethnologie und Vereinsforschung, im Rahmen der Cornelia Goethe Colloquien über das &#8220;Anderssein im Fußball&#8221; referieren. Sie ist Expertin für das Thema Homophobie im Fußball und berät dazu Verbände, Vereine und Aktive professionell.</p>
<p>Fußball, die schönste Nebensache der Welt, begeistert überall auf der Welt. Er vermag Menschen unterschiedlicher kultureller und sozialer Herkunft zu verbinden, egal ob auf dem Platz oder auf den Rängen. Doch löst der Fußball die ihm zugeschriebene Integrationskraft wirklich ein? Er brauchte lange, bis er Frauen akzeptierte, die Debatten um rassistische Diskriminierung sind nach wie vor aktuell, und besonders schwer macht es der Fußball Lesben und Schwulen offen aufzutreten. Der Vortrag lotet aus, wie sehr ein Geflecht aus überkommenen Werten und Normen das homophobe Klima im Fußball stützen und welche Wege beschritten werden können, um jegliche Diskriminierung abzubauen, damit Fußball tatsächlich ein Sport für alle wird.</p>
<p><strong>Der Vortrag findet statt am 04.05.2011 (18.00 – 20.00 Uhr c.t.) auf dem Campus Bockenheim, Robert-Mayer-Straße 5 in Frankfurt (AfE-Turm, Raum 904, 9. Stock).</strong></p>
<p>Quelle: <a href="http://www.cgc.uni-frankfurt.de/cgc-lehre-kolloq.shtml">Cornelia Goethe Colloquium</a> / (mg)</p>
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		<title>Pfalztheater Kaiserslautern thematisiert Homophobie im Fußball</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Mar 2011 21:30:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ausstellungseröffnung mit Podiumsdiskussion – Premiere zu „Seitenwechsel“ am 17. März Seit Beginn des Jahres 2011 hat der Fußball im Pfalztheater Kaiserslautern Einzug gehalten! Beim Theaterkick gastieren Spieler des 1.FCK auf der Werkstattbühne des Pfalztheaters. Nun bekommt gar ein brisantes Sport-Thema im Kaiserslauterer Kulturhaus eine Bühne. Das Pfalztheater wagt sich an das Thema Homophobie im Sport. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ausstellungseröffnung mit Podiumsdiskussion – Premiere zu „Seitenwechsel“ am 17. März</strong></p>
<div id="attachment_3477" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a rel="attachment wp-att-3477" href="http://www.queer-devils.org/2011/03/16/pfalztheater-kaiserslautern-thematisiert-homophobie-im-fusball/pfalztheater-003a/"><img class="size-medium wp-image-3477 " title="&quot;Seitenwechsel&quot; - Theaterstück von Chris Chibnall (© pfalztheater)" src="http://www.queer-devils.org/wp-content/uploads/2011/03/Pfalztheater-003A-300x212.jpg" alt="" width="300" height="212" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Seitenwechsel&quot; - Theaterstück von Chris Chibnall (© pfalztheater)</p></div>
<p>Seit Beginn des Jahres 2011 hat der Fußball im Pfalztheater Kaiserslautern Einzug gehalten! Beim Theaterkick gastieren Spieler des 1.FCK auf der Werkstattbühne des Pfalztheaters. Nun bekommt gar ein brisantes Sport-Thema im Kaiserslauterer Kulturhaus eine Bühne. Das Pfalztheater wagt sich an das Thema Homophobie im Sport.</p>
<p>Das nach wie vor sensible Tabuthema wird in Kaiserslautern dabei gleich in zweifacher Form präsentiert. Am 17. März hat das Theaterstück Seitenwechsel von Chris Chibnall im Pfalztheater Premiere. Zeitgleich zeigt das Pfalztheater im Unteren Theaterfoyer die Ausstellung „Gegen die Regeln – Lesben und Schwule im Sport“.<span id="more-3472"></span></p>
<p>Die vom „Akzeptanzkampagnenbüro“ des Ministeriums für Jugend, Familie und Gesundheit der nordrhein-westfälischen Landesregierung präsentierte und gemeinsam mit dem  Kölner Sport Club Janus, dem Centrum Schwule Geschichte Köln und anderen gestaltete Ausstellung ist eine erste Bestandsaufnahme zu diesem Thema. Auf einer Reihe von Bannern wird dabei über die Entwicklung des schwul-lesbischen Sports sowie über die Situation von Lesben und Schwulen im Sport informiert. Gezeigt werden Porträts von lesbischen und schwulen Sportlern.</p>
<p>Vergangenen Montag wurde die Ausstellung im Rahmen einer Soirée eröffnet. Im mittleren Foyer des Pfalztheaters gaben Regisseurin Susanne Schmelcher und Schauspieler Jan Henning Kraus einen breiten Einblick zum Ein-Mann-Stück „Seitenwechsel“. George, verheiratet und ein Kind, ist Trainer eines drittklassigen Vereins. Nach einem Spiel im FA Cup wird George von seinem 17-jährigen Newcomer Darren Quinn auf dem Heimweg geküsst. Die Boulevardpresse präsentiert am Tag darauf ein Beweisfoto, der Skandal ist perfekt. George verliert seinen Job, seine Familie und alles was ihm wichtig ist. Die Regeln des Spiels sind eindeutig. Wer sich an sie hält, während und jenseits der 90 Minuten, kann es weit bringen. Wer sie bricht, fällt entsprechend tief. Was aus echten Kerlen und Männerfreundschaften, aus Schulterklopfen und Teamgeist bei Verdacht auf Homosexualität wird, zeigt Chibnall in seinem dichten und rasant geschriebenen Monolog, einem furiosen Tabubruch, der mitten ins Herz einer Welt trifft, in der man das Wort »schwul« nur als Beschimpfung für die gegnerischen Fans in den Mund nimmt.</p>
<div id="attachment_3476" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a rel="attachment wp-att-3476" href="http://www.queer-devils.org/2011/03/16/pfalztheater-kaiserslautern-thematisiert-homophobie-im-fusball/pfalztheater-002a/"><img class="size-medium wp-image-3476" title="Podiumsdiskussion - Jan Henning Kraus, Susanne Schmelcher, Axel Gade, Matthias Gehring, Christian Gruber (v.l.n.r.)" src="http://www.queer-devils.org/wp-content/uploads/2011/03/Pfalztheater-002A-300x183.jpg" alt="" width="300" height="183" /></a><p class="wp-caption-text">Podiumsdiskussion - Jan Henning Kraus, Susanne Schmelcher, Axel Gade, Matthias Gehring, Christian Gruber (v.l.n.r.)</p></div>
<p>Im Rahmen einer Podiumsdiskussion diskutierten am Montag Vertreter des Pfalztheaters und des Sports gemeinsam über die gesellschaftliche Entwicklung des Sports und über das Tabuthema Homophobie. Neben Dramaturg Axel Gade als Moderator waren Susanne Schmelcher, Jan Henning Kraus sowie Christian Gruber, Pressesprecher des 1.FCK und Matthias Gehring, Vorsitzender der „Queer Devils“ mit auf dem Podium. Beleuchtet wurden neben Entwicklungen und Auswüchsen immer noch vorhandener Homophobie in allen Bereichen des Leistungssports auch Perspektiven und Chancen diese Situation zu verändern. Fazit – es wird noch sehr viel Aufklärung und Arbeit notwendig sein, bis Leistungssportler als Betroffene angstfrei und offen mit ihrer eigenen Homosexualität umgehen können.</p>
<p>Die Ausstellung im Eingangsfoyer des Pfalztheaters ist bis 30. April jeweils eine Stunde vor einer Abendvorstellung zu sehen. Die weiteren Spieltermine für das Theaterstück sind 17. und 23. März, 1., 9., 14. und 20. April sowie 7., 13., 19. und 25. Mai, jeweils um 20 Uhr. Karten sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen oder an der Abendkasse des Pfalztheaters erhältlich.</p>
<p>(mg)<br />
<em>Quelle: </em><a href="http://www.pfalztheater.de/"><em>www.pfalztheater.de</em></a></p>
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