Ausschluss eines schwulen Fußballers sorgt in Frankreich für Empörung

9. September 2010 | eingestellt von gk

Der französische Amateurverein FC Chooz hat seinen Spieler Yoann Lemaire vom Spielbetrieb ausgeschlossen, da er homosexuell ist. In Frankreich debattiert man nun über das Thema Diskriminierung von Homosexuellen im Fußball.

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und bei “der Westen”

Kommentar:

Noch am Wochenende bei QFF-Treffen in Hamburg wurde über den Fall gesprochen, was wäre wenn sich ein Fußballprofi als schwul outen würde. Gut, hier war es bei einem Amateurclub, dennoch zeigt es eine mögliche Reaktion.

Die sexuelle Orientierung ist Privatsache und darum halte ich es für den Spielbetrieb nicht für notwendig, dass sich ein Fußballprofi öffentlich outet, aber es sollte auch kein Problem darstellen.

Die wenigen Fußballspieler oder –Spielerinnen die es irgendwann in den bezahlten Fußball schaffen, haben einen oft langen Weg hinter sich und haben entgegen vielen ihrer bisherigen Mitspieler die letzte Hürde zum Profi geschafft. Dazu musste auf diesem Weg doch vieles zu 100 Prozent passen. Stress in der Schule, Familie und Umfeld so bestätigen die meisten Jugendtrainer und Betreuer belasten zusätzlich und können das Aus einer noch nicht begonnenen Profikarriere bedeuten.

Sicher gilt dies auch sollte ein Fußballspieler oder Spielerin seine / ihre Homosexualität erkennen. Was mich in diesem Fall (so wie man diesen bei Spiegelonline schildert) erschrecken oder besser enttäuscht ist, dieser Spieler hatte 14 Jahre in diesem Club gespielt, Siege gefeiert, Niederlagen verarbeitet und auch mit seinen Mitspielern geduscht – wahrscheinlich ohne dass es 14 Jahre lang ein Problem war. Nun soll er auf einmall ein anderer sein oder einer der anders behandelt werden sollte? Keiner der nicht der heterosexuelle Mehrheit angehört möchte eine Sonderbehandlung. Einer Sonderbehandlung bedürfte es bestenfalls derer, die ihre Vorurteile nicht überdenken können und falschen Umgangformen mit ihren Mitmenschen pflegen.

Das Scheinargument in diesem Fall, man wollten diesen Spieler vor seine Mitspielern schützen, ist wohl eher als Versuch des Wegschauens und Verdrängens zu verstehen. Mein Vorschlag wäre in einem solchen Fall, so früh wie möglich das Gespräch mit allen Beteiligten zu suchen und so für jeden eine faire Chance für die Zukunft zu bieten.

Nur für die schwer belehrbaren Heterosexuellen sei gesagt, so wie für euch nicht jede Frau bzw. Mann sexuell von Bedeutung ist, so ist dies für uns Homosexuelle eben auch der Fall. Wer dennoch befürchtet einen zu erotisches Hinterteil zu haben, was der schwule Mitspieler nicht sehen darf kann sicher auch in Shorts unter die Dusche oder nach einem Gespräche mit dem schwulen Mitspieler eine für ihn akzeptable Möglichkeit nach denken. Noch ist mir in keinem Sportverein die Verpflichtung zum gemeinsamen Sex bekannt, also bleibt locker und vielleicht auch weiterhin Freunde.

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