QFF-Treffen auf dem Kiez
6. September 2010 | eingestellt von gk
Zum 7. internationalen QFF-Treffen lud man nach Hamburg ein.
Wie immer wurde das Wochende ohne Bundesligabegegnungen
dazu genutzt sich zutreffen und sich zur gemeinsamen Sache auszutauschen. Freitag 3. September war als Anreisetag auserkoren. Bei Bierchen und Abendessen schaute man sich das EM- Qualifikationsspiel Belgien / Deutschland zusammen an und nahm die ersten 3 Punkte für Deutschland in der Quali zum Anlass lange zu feiern.
Am Samstag 10:30 Uhr hieß es dann arbeiten und die Punkte dieser Tagung zu erledigen. Doch dies im Salon Schmidt des Schmidt Theaters von Corny Littmann (Ex- Präsident St. Pauli). Die Anzahl der schwul-lesbischen Fanclubs wächst weiter und so wurde das 21. Mitglied (Andersrum-auf-Schalke) in die Reihen der QFF aufgenommen. Ein weiterer Fanclub aus Nürnberg stellte sich vor und am witzelte schon welchen Namen
sich die Clubberer geben würden. Da war „Schwubberer“ und „Rosa Franken“ schnell gefunden, doch die Jungs überraschten mit einem Namen „Noris Stürmer“ der die meisten Teilnehmer an einen gesponserten Namen glauben lies. Wir wurden aber aufgeklärt das Noris deine alte Bezeichnung für Nürnberg ist.
Im Anschluss an das Arbeitstreffen, hatte Queerpass St. Pauli eine Podiumsdiskussion organisiert mit Vertretern des HSV, SV Werder Bremen, FC St. Pauli und des Hamburger Fußball Verbands. Viele Aspekte zu „Jung, schwul, und
Fußballspieler…geht das? Wie wird in Vereinen und Verbänden im Nachwuchsbereich mit Homosexualität umgegangen?“ wurden lebhaft diskutiert. Dabei standen zwei provokante Aussagen im Raum, die meiner Meinung nach zeigen, dass man noch nicht wirklich weiß wo man in dieser Sache steht.
Die Aussage, „ Die Zeit ist noch nicht reif für ein Coming Out als schwuler Fußballer“ und die andere, „ Wahrscheinlich wird man in 5-10 Jahren keine schwul-lesbische Fanclubs mehr brauchen“. Also müssen wir mit dem Vereinen weiter an diesem Thema arbeiten, um Schritt für Schritt den Weg aus dem Versteckspiel um sexuelle Identität auch im Fußball zu erleichtern. Darum sind die nächsten QFF-Treffen schon im Planung. Im Januar laden die Blauen Bengel nach Bielefeld und im September die Wankdorf Junxx nach Bern ein.
Am späten Nachmittag startete in das lockere Rahmenprogramm mit Besuch des Container- Museums „Heimathafen St. Pauli/ 100 Jahre St. Pauli“ und am Abend war wieder Party angesagt im „Jolly Rogers“, während sich im Schanzenviertel neben an Autonome und Polizei ein „Stell dich ein“ lieferten.
Beim gemeinsamen Frühstück im Fanladen St. Pauli am Sonntag konnte alle Teilnehmer auf ein schönes und interessantes Wochenende zurück blicken. So konnte man zufrieden den meist recht langen Rückweg antreten.
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