Mit ganz viel Herzblut wieder daheim
27. April 2010 | eingestellt von mms
Offizielle FCK-Aufstiegsfeier auf dem Betze
(26. April 2010) Es sind die spontanen Aktionen, die dem Leben die Würze geben. Nachdem die große und in den meisten Köpfen wohl schon durchgeplante Aufstiegsfeier am Freitag nach der Rostock-Pleite ins Wasser gefallen war, nachdem die Mannschaft mit uns Fans Mittags am Rathaus das Augsburger Unentschieden spontan als Anlass hatte, den Aufstieg zu feiern, nachdem wir dann ganz spontan am Sonntag in der Lautrer Innenstadt (trotz teilweisen 115 km Anreise) die Aufstiegsfreude nachgeholt hatten, gab’s heute die spontane offizielle Aufstiegsparty mit ca. 4000 Fans vor der Westkurve! Wieder mit Queer Devils Beteiligung, wieder ganz spontan, wieder trotz 115 km Anreise.
Gute Laune auf dem ganzen Platz, die gesamte Mannschaft auf der Bühne und eine halbe Stunde lang Freibier … Wobei man dann doch sehen konnte, wer echten Respekt vor der Mannschaft hatte und diese noch würdig von der Bühne geleiten wollte und wer nur den Alkohol im Sinn hatte … Die beiden Jungs neben mir sollten sich schämen! Aber egal, Idioten, die nur an sich denken, gibt’s immer. Die meisten Anwesenden waren wahre Fans, beklatschten die Mannschaft bis zum Schluss und gingen erst danach zum gehopften Kaltgetränk über.
Auf der Bühne gab’s den kompletten Kader zu sehen und zu hören, wenn auch noch mit rauer Stimme, die zweifelsohne dem Genuss alkoholhaltiger Getränke am Vorabend geschuldet war. Jungs, Ihr hattet es Euch auch redlich verdient. Denn eines sollte allen klar sein:
nicht Frankfurts Cidimar hat uns in die erste Liga geschossen. Er war nur das Sahnehäubchen eines verrückten Fußballwochenendes. (Dankbar sind wir ihm trotzdem für sein Tor, klar!) Nein, es war das Team, die Mannschaft, die Trainer, die Geschäftsleitung und die Fans des 1. FCK, die diesen Aufstieg erreicht haben.
So war es für den zwar gewohnt zurückhaltenden aber sichtlich gelösten und glücklichen Cheftrainer (jetzt ERSTLIGATRAINER) ein Anliegen, nicht nur die Mannschaft, sondern eben auch uns – die Fans des 1. FC Kaiserslautern – zu loben. Ja, wir alle haben unseren Anteil, vom Eintrittsgeld bis zum lauten Schreien und Klatschen, vom Fanartikelkauf bis zu aufmunternden Worten am Spielfeldrand nach Niederlagen. So, das musste jetzt mal gesagt werden. Zurück zur Party!
Tobi Sippel teilte erneut seine Gefühle für Wiesbaden-Süd mit, lies es aber an den Fans, den wirklich wichtigen Teil der Message zu
gröhlen:
Tobi: “Wir sind die Lautrer …”
Fans: “Wir hassen *”. (* = die Stadt mit dem unaussprechlichen Namen)
Tobi: “In unserm Land sind wir die Nummer eins”
Florian Dick strahlte mit, als wir skandierten, nie mehr nach Karlsruhe fahren zu wollen, wies dann aber doch darauf hin, dass er dort noch Familie habe und sich wohl doch hin und wieder in der Gegend sehen lassen müsse. Können wir verstehen, Flo.Spiel einfach weiter erstligatauglich beim Erstligaverein aus der Pfalz, dann hat niemand was dagegen, wenn Du mal den einen oder anderen Abstecher in die alte Heimat machst. Ein echter Lautrer bist Du in den letzten zwei Jahren schon geworden. Man könnte sogar sagen: Pfälzer ehrenhalber! Außerdem hört sich Dein Dialekt eher nach Kurpfälzisch denn nach breitem Badisch an! Und wenn Du mal wissen willst, wie gut es Dir hier geht: geh in den Wildpark und schaue Dir das aktuelle Gekicke des dort ansässigen Zweitligisten an.
Gerry Ehrmann bekundete mit Tobi Sippel den eisernen Willen, nie mehr zu den Barracklern fahren zu wollen. Ein Wunsch, dem sich die Fans klatschend anschlossen. Hoffen wir mal, dass die zweite Mannschaft bald auch nichts mehr mit denen zu tun hat und einfach im nächsten Jahr in die dritte Liga aufsteigt. Dann Tarzan, musst Du aber bei der Aufstiegsparty auch dabei sein und das gleiche Lied nochmal singen.
Martin Amedicks klare Forderung, dass die Mannschaft doch zwei freie Tage haben wolle … lautstark unterstützt vom ganzen Kader … musste sich Marco Kurz dadurch entziehen, dass er darauf hinwies, dass man ja schon zwei freie Tage gehabt hätte. Nun, den Fans war’s gleich … wir skandierten “Auswärtssieg” – egal ob mit oder ohne Training. Wohl wissend, dass es wohl mit ordentlichen Arbeitseinheiten diese Woche leichter werden würde, das von Stefan Kuntz auf der Bühne nochmal bekräftigte neuentdeckte Saisonziel zu erreichen: zum Aufstieg noch die Zweitliga-Meisterschaft in die Pfalz zu holen. Von uns aus am liebsten am Oberwerth … dann können wir am 9. Mai gegen die Fuggerstädter einfach nur feiern … völlig entspannt! Also: auf nach Koblenz und die Jungs anfeuern. Die Queer Devils werden wieder dabei sein: mit acht Mann!
Und jetzt: Feiert noch schön! 1441 Tage des Leidens haben ein Ende. Damit schließe ich meinen Bericht von einem tollen Abend auf Deutschlands höchstem ERSTLIGA-Fußballberg.









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