Und notfalls können wir auch alleine Spaß haben

31. März 2010 | eingestellt von mms

Adam Nemec

Adam Nemec

Es ist passiert! Jawoll! Offenkundig hat der erste Spieler des FCK das schöne Wort mit dem “A” in den Mund genommen: Der beste Nulltorstürmer der Liga, Adam Nemec, behauptete: “Ein bisschen muss man jetzt schon mit dem A… rechnen

Nun, immerhin hat sich unser selbstloser Frontmann an eine Regel gehalten: erst war das Saisonziel zu erreichen, nämlich am 30. Spieltag noch um Platz drei mitspielen zu können … das allerdings ist schon ‘ne ganze Weile gemachte Sache.

Freunde auf dem Feld

Freunde auf dem Feld

Jetzt kommen die wirklich harten Wochen: mit 15 Punkten Abstand auf Platz vier steht der FCK auf der absoluten Sonnenseite. Platz sechs ist in jedem Fall sicher! Egal, was passiert, selbst wenn alles schief laufen sollte, was schief laufen kann, wären wir am Ende der Saison nur dann von Platz fünf zu verdrängen, wenn die Fortunen mehr als 16 Tore mehr schössen als wir.

Soweit zum schlimmsten Fall. Tatsache ist: Wer am 28. Spieltag 61 Punkte hatte, der ist seit Einführung der 3-Punkte-Regel bisher immer aufgestiegen … und zwar als Erster! Allerdings haben 61 Punkte am letzten Spieltag nicht immer gereicht, um aufzusteigen: Mainz hatte 2002/2003 satte 62 Punkte und wurde Vierter. Im Jahr davor hatten eben diese Landeshauptstädter 64 Punkte und wurden wieder … genau: Vierter! Also … noch ist keine Ruhepause angesagt.

Marco Kurz

Marco Kurz

Rekordaufsteiger war übrigens Hannover 96, die 2001/02 sagenhafte 75 Punkte erspielt haben, während 2003/04 dem FSV Mainz 05 (wieder mal die …) gerade 54 Pünktchen zum Aufstieg als Dritter gereicht haben. Der FCK selbst ist in der Super-Saison 1996/97 mit 68 Punkten aufgestiegen und hatte am 28. Spieltag lediglich 55 Zähler auf dem Konto.

Soviel zur Statistik und damit zur Vergangenheit.

Zeit, sich der Zukunft zuzuwenden und sich das Restprogramm anzusehen.

  • Die Westkurve

    Die Westkurve

    Für den 1. FC Kaiserslautern sieht’s gar nicht mal so schlecht aus, allerdings wird’s bestimmt auch kein Selbstläufer! Die Gegner:

    • Rot-Weiß Oberhausen ist derzeit nur eine gute Handbreit von einem Abstiegsrang entfernt und muss also um den Klassenerhalt kämpfen. Gute Motivation also für die Malocher, daheim gegen den Tabellenführer alles zu geben. Außerdem stehen die Pottler in den letzten fünf Spielen hervorragend da und haben nur einen Zähler weniger eingefahren als wir.
    • Union Berlin hat ebenso viele Zähler wie RWO, steht aber wegen der Tordifferenz auf Platz 12. Also auch hier starke Motivation, gegen den Abstieg alles zu geben. Allerdings: In der Statistik der letzten 5 Spiele liegen die Eisernen mit gerade mal 2 Punkten ganz weit  hinten.
    • Arminia Bielefeld kann theoretisch noch in den Aufstiegskampf eingreifen. Derzeit. Sollten die DSC’ler also jetzt noch zwei gute Spiele spielen, wird es für den FCK möglicherweise  auf der Alm gegen einen potentiellen Aufstiegsaspiranten gehen. Aufgegeben dürften sich die Jungs aus der Stadt, die’s nicht gibt, jedenfalls noch nicht haben.
    • Hansa Rostock ist mitten drin im Abstiegskampf, allerdings gerade auch in mieser Form, was vier Punkte aus 5 Spielen belegen. Nichts desto trotz: es ist unwahrscheinlich, dass für die Ostseefischer die Saison am drittletzten Spieltag schon gelaufen ist … und was ist motivierender als ein Kampf gegen den Abstieg?
    • Die TuS Koblenz könnte am zweitletzten Spieltag schon abgestiegen sein, wenn nicht, dann geht’s gerade gegen den FCK um alles.
    • Augsburg! Am letzten Tag  daheim auf dem Betze: Je nach dem, wie die letzten Spiele laufen, gibt’s eigentlich nur zwei realistische Möglichkeiten: entweder die Fuggerstädter kämpfen um den Aufstieg oder um die Zweitliga-Meisterschaft. In jedem Fall wird’s ein fulminanter Saisonabschluss.
  • St. Pauli hat zunächst noch starke Gegner, könnte aber gegen Ende der Saison davon profitieren, dass es bei der Restauswahl um nichts mehr geht:
    • Fortuna Düsseldorf ist zu hause nach wie vor ungeschlagen und könnte somit zu einem weiteren Stolperstein für die Hamburger werden.
    • Danach empfängt man Augsburg, gegen das man definitiv um Platz zwei kämpfen wird. Auch hier könnte Federnlassen angesagt sein.
    • Danach geht’s nach Berlin, wo’s eben auch darauf ankommt, ob für die Eisernen am 31. Spieltag der spannende Teil der Saison schon vorbei und man gesichert ist.
    • Am 32. Spieltag kommt Koblenz ans Millerntor. Vielleicht wird dort schon der TuS-Abstieg besiegelt, vielleicht kämpfen sich die Koblenzer aber auch derartig heraus, dass sie mit breiter Brust die Woche drauf den FCK empfangen können.
    • Am zweitletzten Spieltag fährt Pauli nach Fürth. Und bei der SpVgg dürfte zu diesem Zeitpunkt alles egal sein.
    • Zum Saisonabschluss empfängt man Paderborn. Auch für die Westfalen dürfte es dann schon um nichts mehr gehen.
  • Augsburg hat ein bunt gemischtes Programm vor sich:
    • Fürth, derzeit nicht gerade in Top-Form, dürfte den Fuggerstädtern daheim keine großen Sorgen bereiten.
    • Danach – wie schon gesagt – fährt Augsburg zum Duell um den zweiten Platz ans Millerntor zu St. Pauli. Ausgang offen.
    • Am 31. Spieltag empfängt man den MSV Duisburg, der zwar derzeit immer noch, aber möglicherweise zu diesem Zeitpunkt nicht mehr um den Aufstieg mitspielt.
    • Als nächstes kommt der FSV Frankfurt, und hier wissen wir aus eigener Erfahrung, dass die derzeit für jede Überraschung gut sind.
    • Das Duell am zweitletzten Spieltag gegen die Gäste aus München dürfte zwar ein Prestigeduell werden, allerdings ist der TSV nach oben und unten abgesichert.
    • Mannschaft nach dem Spiel (hier: gegen Cottbus)

      Mannschaft nach dem Spiel (hier: gegen Cottbus)

      Am letzten Tag: Na ja, der 1. FC Kaiserslautern ist angesagt … kommt nur, wir hätten da noch ‘ne kleine Rechnung offen …

  • Düsseldorf kann sich zurücklehnen und hat sein Saisonziel schon voll erreicht. Dennoch will man noch guten Fußball spielen und hat auch noch einiges vor:
    • Das Duell gegen St. Pauli wird zeigen, ob man die Heimserie halten (und uns damit einen Verfolger aus dem Nacken halten) kann.
    • Danach fährt man nach Cottbus. Da die Fortunen recht auswärtsschwach sind und Cottbus zur Absicherung nach unten noch ein paar Pünktchen braucht, könnte es hier zu einem ziemlich heißen Duell kommen.
    • Am 31. Spieltag ist München zu Gast. Auch hier gilt: nach oben und unten sicher, eine große Gefahr sollten die Löwen also nicht werden … aber man weiß nie, nach der Hinrunde geht es für den TSV auch um die Ehre.
    • Am drittletzten Spieltag gastiert man in Bielefeld, das evtl. noch um den dritten Platz mitkonkurriert.
    • Danach kommt das möglicherweise im Abstiegskampf befindliche und somit umso gefährlichere Oberhausen.
    • Am letzten Spieltag haben die Fortunen Rostock zu Gast. Hier wird’s wohl darauf ankommen, wie sicher der Klassenerhalt für die Fischstäbchen schon ist.
  • Duisburg hatte sich einiges vorgenommen, aber derzeit etwas den Anschluss an die Spitzengruppe verloren. Wir wissen, dass deren Trainer gut ist, wenn es darum geht, einen Abstieg zu verhindern, aber wird es auch für einen Aufstiegskampf reichen? Hier die Gegner:
    • Das Auswärtsspiel in Ahlen ist schon fast ‘ne sichere Sache. Ahlen scheint abgeschrieben, aber vielleicht ist das auch der berühmte Strohhalm auf des Kamels Rücken. Wer den Gegner unterschätzt …
    • Dann kommt Fürth, die wohl als eher unambitionierte abgesicherte Mannschaft autreten könnten.
    • Am Spieltag drauf fährt man nach Augsburg, das ja nun um die Direktaufstiegsplätze kämpft und daheim sicherlich alles geben wird.
    • Dann zwei Heimspiele, das erste gegen Paderborn (wohl vergleichbar mit Fürth)
    • Danach gegen den Karlsruher SC, der evtl. noch in den Abstiegsstrudel geraten könnte und in dieser Saison schon einige Überraschungen gezeigt hat (z. B. gegen Augsburg daheim, sehr zu unserer Freude)
    • Am letzten Spieltag fährt man nach Aachen, wo es für den MSV entweder noch um den Relegationsplatz geht und für die Allemannia um nichts, oder wo es ein ziemlich langweiliges Spiel wird, weil für beide Mannschaften die Saison gelaufen ist.
  • Zuletzt sei noch Bielefeld erwähnt, denn schließlich ist man dort heiß darauf, trotz der vier Punkte Abzug zu zeigen, dass man mehr kann als jetzt nur noch herumzudümpeln. Außerdem hat der DSC den Aufstieg genauso bitter nötig wie wir. Das Restprogramm:
    • Am nächsten Spieltag ist Frankfurt zu Gast, das – wie erwähnt – gerade den Begriff “Kampf” in Bezug auf Abstieg verstanden hat.
    • Daraufhin fährt man zum TSV nach München.
    • So haben wir's gerne

      So haben wir's gerne

      Am 31. Spieltag ist der 1. FC Kaiserslautern auf der Alm und wird hoffentlich zeigen, was ein Spitzenreiter so alles kann.

    • Eine Woche später kommt das auswärtsschwache Düsseldorf nach Bielefeld.
    • Danach fährt man zum dann evtl. abgesicherten Berlin
    • Und am letzten Spieltag empfängt die Arminia Rot-Weiß Oberhausen, das dann evtl. schon abgesichert, evtl. schon abgestiegen, aber wahrscheinlich noch im Abstiegskampf ist.

Fazit: Keiner der noch möglichen Aufstiegskandidaten hat ein wirklich einfaches Programm vor sich. Und da Überraschungen ja bekanntlich zum Fußball gehören, ist es höllisch schwer, irgendwelche Voraussagen zu treffen.

Aber wenn man auf den Bauch hört, dann scheint folgendes Szenario nicht unwahrscheinlich: Das Heimspiel St. Paulis gegen Augsburg wird richtungsweisend für die letzten vier Spieltage: Derjenige, der am 30. Spieltag am Millerntor gewinnt, wird sich (hoffentlich) mit dem 1. FC Kaiserslautern um die Zweitligameisterschaft streiten. Der Unterlegene wird sich wahrscheinlich mit Duisburg um die Relegation kloppen.

Liebe, Kampf und Leidenschaft

Liebe, Kampf und Leidenschaft

Für uns gibt’s eigentlich nur eines zu sagen: Der einzige Verein, der dem FCK wirklich gefährlich werden kann, ist der FCK selbst. Spielt die Mannschaft so weiter, wie sie es in Düsseldorf und daheim gegen München getan hat, dann sollte der direkte Aufstieg eigentlich kein Problem mehr sein. Aber ein einziges verlorenes Spiel kann – wie schon häufig erwähnt – eine Pechsträhne und Nervenflattern einläuten. Daher ist es jetzt notwendig, alles zu geben, konzentriert zu bleiben und sich nicht auf dem auszuruhen, was bisher erreicht wurde!

In diesem Sinne: Jungs! Strengt Euch an und macht, dass unser Traum von der Rückkehr ins Oberhaus ohne nervenaufreibende Abschlusspiele (und ohne gar eine Relegation oder sowas ekelhaftem) bereits vor dem letzten Spieltag in Erfüllung geht.

Am liebsten sammelt da oben fleißig die Punkte und lasst die anderen ihre Spiele verlieren … wir können auch alleine am Platz an der Sonne unseren Spaß haben – jedenfalls wird uns bestimmt nicht langweilig, versprochen!

Und wenn Ihr denn doch erst am letzten Tag auf dem Betze gegen Augsburg die Zweitligameisterschaft klarmacht, dann wird der Betze mal wieder beben … fast so wie am 18. Mai 2008!

VIEL GLÜCK !!!

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