Auswärtsspiel in Aachen – Schneeausflug in die Kaiserstadt
2. Februar 2010 | eingestellt von mg
Protokoll eines unvergesslichen Abends
Montag, 1. Februar 2010, 17:30 Uhr Düsseldorf Hauptbahnhof, Abfahrt mit dem RE in die Kaiserstadt Aachen im Dreiländereck! Leider musste die Westfraktion der Queer-Devils bestehend aus 2 Mann an diesem Abend die Farben des Fanclubs alleine vertreten. Im Nachhinein wird sich der ein oder andere wahrscheinlich doch ärgern, den Weg nicht in Kauf genommen zu haben. Weitere Unterstützung bekamen wir durch die Mitreise eines Fortuna Fans so dass wir uns dann doch zumindest zu Dritt auf den Weg machen konnten.
Die Anfahrt zum Auswärtsspiel der Roten Teufel ohne Auto sollte sich als der richtige Schachzug erweisen. Es grenzte schon an ein kleines Wunder, dass die Partie überhaupt angepfiffen werden konnte! Je mehr wir uns Aachen näherten, desto heftiger schien der Winter mit aller Macht die Oberhand gewinnen zu wollen.
Eine etwas umständliche Shuttle-Bus-Verbindung mit Umsteigen brachte uns dann zum Stadion. In Begleitung zahlreicher weiterer FCK Fans ließ sich die etwas umständliche Fahrt dennoch ganz gut überstehen. Dann das Stadion, eine wunderbare neue Arena, der alt ehrwürdige Tivoli in neuem Glanz. Ein wahres Schmuckkästchen in den Farben schwarz und gelb. Dennoch waren auch Aachener Stimmen zu hören, die den alten Tivoli, ihre ehemalige Kultstätte vermissen. Aber das sollte an diesem Abend nicht unser Problem sein. Eine eher irritierende Überraschung für die Gästefans dann beim Einlass ins Stadion. Ein eigens errichteter enger Tunnel führt zu den Blöcken. Sowas kennt man von anderen unwirtlichen Orten – beispielsweise bei Viehtransporten! Herr wirf Hirn vom Himmel!
Sei’s drum – hinein in unseren Block! Unmittelbare Nachbarschaft zum Stehplatzblock der FCK-Treuen. Doch auch im Sitzplatzbereich ließ man sich von der Stimmung infizieren und so ergab sich während des Spiels ein munteres Miteinander, lediglich getrennt durch eine Plexiglaswand. Rostock lässt grüßen?
An dieser Stelle dem Gastgeber Alemania Aachen und all seinen engagierten Helfern ein riesiges Kompliment, dass die Begegnung unter dann noch fast optimalen überhaupt stattfinden konnte. Das grüne Geviert im schmucken neuen Tivoli schien das einzige grüne Fleckchen Erde auf diesem Planeten zu sein. Dafür türmten sich draußen die Schneeberge. Ganz ohne Schneeball-Folgen!
In einer doch recht ausgeglichenen ersten Halbzeit gelang es der Mannschaft eine frühe Führung zu erarbeiten und zu erspielen, die dem Team weitere Sicherheit gab. Auch wenn in der Anfangsphase in der rechten Abwehrhälfte noch leichte Unsicherheit herrschte, sollte sich auch diese recht schnell stabilisieren. Dennoch ein hochengagiertes Spiel unserer jungen Truppe. Schon mit der ersten Ecke des Spiels sollte sich abzeichnen welchen Weg die Mannschaft heute gehen wollte. Die Alemannia war bis zu diesem Zeitpunkt keineswegs schlechter. Aber unserer jungen Mannschaft stand auch in ein oder zwei Situationen das Glück des Tüchtigen zur Seite. So wurde uns bis zur Halbzeit richtig warm ums Herz als wir mit Führung auch mal den gastronomischen Bereich testen konnten. Auch hier ein Kompliment an die Organisation. Trotz Aachen Karte bestand zusätzlich die Möglichkeit auch mit Bargeld bezahlen zu können. Das zeugt von Flexibilität.
Frohen Mutes und großer Erwartung ging es dann in den zweiten Abschnitt. Auch hier ein munteres Spielchen von beiden Teams mit zahlreichen guten Torchancen auf beiden Seiten. Darunter wahre Hochprozentige! Die Stimmung im Block stieg weiter!
Selbst Aachener Fans bekundeten – man hatte zwar einen Lakic oder Jendrisek auf der Rechnung doch mit dem Namen Sidney Sam und mit dessen wuseliger Wendigkeit waren nicht nur die schwarz gekleideten Alemannia-Akteure überfordert. Auch deren Fans können erst jetzt so richtig was mit unserem kleinen Flitzer und dessen exotischem Namen etwas anfangen. Sammy wird ihnen wohl noch lange in Erinnerung bleiben!
Die letzten 10 Minuten wurden dann zu einem einzigen Schaulaufen und Jubelfest. Auch wenn Sam der König des Abends war, dem ganzen Team gebührt ein riesiges Kompliment. Kein Hauch von einer Krise – allein die sichtbare Einstellung mit der alle in die Partie gegangen waren und die überzeugende Art und Weise mit der sie dieses Match bestritten haben schüren Optimismus!
Nach dem Abpfiff mussten wir wegen der Abfahrtszeiten der Bahn das Stadion leider recht schnell verlassen und konnten somit die Jubelszenen nach Spielende nicht mehr richtig auskosten. Aber es waren sich alle einig – ein verdienter Sieg des 1.FCK. Das hatten uns selbst Anhänger der Alemannia attestiert.
Eigentlich ein sehr gelungener Abend! Doch leider wären wir noch um ein Haar zum Gewalt-Opfer eines Hirnlosen geworden! Wir warteten am Umsteige-Busbahnhof inmitten anderer Aaachen-Fans mit denen problemlos angeregte Fachsimpelei möglich war. Doch irgend so ein Primat hat wohl die Niederlage und seinen Leberpegel nicht ganz zusammen gekriegt. Mit einer Glasflasche bewaffnet war er gerade dabei auf uns loszugehen, um seine gläserne Waffe auf unseren Häuptern zu zertrümmern. Nach kurzem Handgemenge konnte die Situation mit vereinten Kräften beruhigt werden. Die blitzschnell präsenten Polizei-Kräfte haben sich dann auch liebevoll um den Täter gekümmert – Vollpfosten!
Es sei betont, dass alle anderen umher stehenden Aachener sich von dem Rüpel distanziert und sich bei uns für dessen Verhalten tausend Mal entschuldigt haben. Die Staatsmacht hat uns noch ordnungsgemäß darüber aufgeklärt, dass wir die Möglichkeit hätten Anzeige zu erstatten. Solche Menschen sollte man gänzlich aus dem Verkehr ziehen und auch bei mir bekommt die kontroverse Diskussion um Stadionverbote doch wieder eine andere Kontur!
Nachdem sich die Nerven wieder beruhigt und der Adrenalin-Spiegel gesenkt hatten wurde es dann doch noch eine fröhliche und heitere Rückfahrt nach Düsseldorf. Für den Autor nicht nur ein Sieg mehr für den Aufstieg, auch ein Sieg über den Fluch unzähliger Auswärtsniederlagen! Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey…!
(jh)
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Oh Jungs! Gerne wären wir bei Euch gewesen !!! Leider hat die Witterung eine schnelle Fahrt nach Feierabend aus dem nordbadischen Exil unmöglich gemacht. Nun, immerhin haben wir vor’m heimischen Fernseher die Daumen gedrückt … meinereiner übrigens in Gesellschaft eines KSC-Fans, der’s uns zwar gegönnt hat, aber nicht so wirklich glücklich aussah *grins* Na ja, wenn der eigene Verein noch nicht mal die Tribünen eisfrei kriegt, um den Löwen 3 Punkte zu übergeben, dann guckt man wohl eher neidisch zu, wenn der Sitzenreiter in einem knuddelig-schlichten, aber doch schneebefreiten Stadion zu Gast ist *gacker*
Euch nochmal Danke, dass Ihr unsere Fahnen hochgehalten habt und einen ganz großen Schmatza für die tollen Bilder!