Gedanken an einem winterlichen Sonntag in Kaiserslautern
31. Januar 2010 | eingestellt von gk
(gk) Gestern hat es in Kaiserslautern eher unüblich heftig geschneit! Da blieb Zeit einmal im Internet mit etwas mehr Ruhe und Muße Nachrichten zu lesen. Zeit sich auf den mittlerweile zahlreichen FCK-Fanseiten umzuschauen. „Die Polizei wird nach diesen Schneefällen zu ca.45 Verkehrsunfällen in der Stadt gerufen.“ „Georges Mandjeck ist vom Afrika-Cup zurück und gesund.“
Na, der Arme – denke ich mir – zurück aus der Sonne in die winterliche Pfalz! Hmm, aber er ist fit, gesund und unverletzt – das war ja leider nicht allen Teilnehmern dieses Wettbewerbs vergönnt. Während ich weiter im Web stöbere und mir Mandjeck durchaus für das Spiel in Aachen vorstellen könnte, bleibe ich an einem Artikel hängen.
Die Süddeutsche Zeitung berichtet am 31. Januar 2010 auf ihrer Webseite in der Rubrik Fußball über die Strafe für Togo in Folge der Ereignisse beim Africa-Cup.
Die Toten zählen nichts
“Weil Togos Nationalelf nach einem tödlichen Attentat vom Afrika-Cup abreiste, wird sie nun vom Verband gesperrt. Die Spieler sind empört – zurecht.
Zynischer geht es nicht mehr: Der afrikanische Fußballverband (Caf) hat tatsächlich Togo für die beiden nächsten Afrika-Cup-Austragungen gesperrt und zu 50.000 Dollar Geldstrafe verdonnert – weil sich die Politik unerlaubterweise in die Belange des Fußballs eingemischt habe.” (>>>weiter…)
Die Spieler sind empört? Nicht nur die – ich auch! Für einen Moment habe ich mich ertappt, wie schnell dieses tragische Ereignis bereits verdrängt war! Irgendwie ähnlich wie das von Robert Enke! Einfach wieder zum eigenen Leben zurück und auf 3 Punkte in Aachen hoffen! Nun ja, ich kann mir ja nicht wegen allem jeden Tag meinen kleines Hirn zerbrechen, oder?
Ich bleibe einen Moment nachdenklich und schaue den Schneeflocken vor meinem Fenster zu. Menschen die sich nicht lange mit solchen Meldungen aufhalten haben es vermutlich leichter. Soll ich es mir künftig auch leichter machen? Aber mir hilft das Verdrängen auf Dauer nicht. Ändern kann ich aber auch nicht, was geschehen ist!
Natürlich – Gedanken führen nicht immer gleich Lösungen herbei. Schon gar nicht, wenn ich hier am Fenster sinniere. Vielleicht müssen sie das aber auch nicht immer. Aber manchmal einfach innehalten, eine solche Meldung nicht einfach übergehen oder ignorieren, das sollte öfter möglich sein – einfach auch, damit es nicht vergessen wird!
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