Auswärtsspiel in Fürth
17. Januar 2010 | eingestellt von mg
Rabenschwarzer Tag in schneeweißer Landschaft auf kleeblattgrünem Rasen
Ein Satz mit „X“ – das war wohl nix! Mit 3:0 ging die junge ambitionierte Mannschaft der Roten Teufel am gestrigen Samstag im Playmobil Stadion in Fürth unter! Damit steht an zwei aufeinanderfolgenden Spieltagen die zweite deftige Saisonniederlage zu Buche. Dennoch bleibt der 1.FCK mit derzeit 3 Punkten Vorsprung Tabellenführer der zweiten Liga.
Der Auftritt in Fürth zeigt dennoch, dass die Mannschaft trotz Tabellenführung noch weit von kontinuierlicher Stabilität entfernt scheint. Insbesondere die Abwehrreihen – bis zu Spieltag Nummer 16 das Paradestück des Kaders – musste binnen zweier Pflichtspiele nun 7 Treffer hinnehmen! Zu viele, wenn man den Lauf der Vorrunde aufrecht erhalten will. Zumal vorne derzeit der Wurm drin ist und keine oder kaum eigene Treffer erzielt werden. Alle Offensivkräfte blieben beim gestrigen Rückrundenauftakt – einmal vom Einsatzwillen abgesehen – mehr als blass. Es fehlt der letzte Zug zum gegnerischen Tor, es fehlt das Durchsetzungsvermögen, es fehlt der Ideenreichtum eine so dichte Abwehr wie die der Fürther ernsthaft oder zwingend in Verlegenheit zu bringen. Der Rest der Mannschaft präsentierte gestern über den größten Teil der Spielzeit Stückwerk. Insbesondere im Mittelfeld fehlte die Sicherheit, den Ball zu halten und es fehlte die Sicherheit im Spielaufbau. Ballverluste und Fehlpässe über kurze Distanzen waren zu Hauf die Folge einer teilweise schöngefärbten und überheblichen Spielweise. Es fehlte jedoch auch die Konsequenz durch frühes Pressing die eigenen Abwehrreihe frühzeitig vor den alles andere als sicher spielenden Fürthern zu schützen. So konnten diese vor allem in Halbzeit zwei sich mehrfach die Bälle im Mittelfeld holen und ihr schnelles Konterspiel aufziehen. Sei’s drum – Fresse abwischen, konzentriert weiter arbeiten und am kommenden Samstag drei Punkte einfahren – notfalls mit einem unattraktiven, dreckigen Arbeitssieg mit einem Tor Vorsprung. Gerade gegen Mannschaften aus den unteren Tabellenregionen kann man nun mal nicht immer Fußball zaubern. Hier ist manchmal auch Brechstange angesagt und eben der dreckige Fußball gefragt, der auf vielen Plätzen der zweiten Liga zuhause ist. Punkt!
Einige im Fan-Lager der Roten Teufel schienen gestern ob der schlechten Leistung des eigenen Teams und des Schiedsrichter-Gespanns allerdings nicht nur schlecht gelaunt, sondern auch bisweilen unangemessen aggressiv! Hallo Ihr kindischen Schneeballwerfer – Ihr wisst gar nicht, dass Ihr mit Eurem dümmlichen Verhalten dem 1.FCK nicht nur keinen Gefallen tut, sondern ihm auch schadet. Falls von Seiten des DFB ob des Fehlverhaltens einiger Unverbesserlicher nun erneut eine Geldstrafe folgen sollte, kann man den Verantwortlichen des 1.FCK nur raten, aufmerksam alles zu sichten, was an Bild- und Filmmaterial vorliegt und die Schuldigen in die Verantwortung zu nehmen. Haben es diese Hirnakrobaten immer noch nicht verstanden, dass sie mit ihren „Spaß-Aktionen“ sogar Arbeitsplätze aufs Spiel setzen könnten? Der 1.FCK steht wirtschaftlich immer noch auf wackligen Beinen. Wenn wieder und wieder dringend benötigtes Geld dann Richtung Frankfurt überwiesen werden muss, weil einige meinen sie könnten sich im Stadion aufführen wie im Urwald (… okay …dort liegt kein Schnee um damit Wurfgeschosse zu formen …!), ist das Risiko nicht unrealistisch, dass auch mal eine Stelle in der Verwaltung gestrichen werden muss, wenn der Etat die Spaß-Strafen nicht hergibt!
Der geistig minderbemittelte Hirnakrobat, der gestern ein paar Reihen schräg hinter mir stand und den gegnerischen Torwart als „dreckigen Nigger“ beschimpft hat, sollte sich übrigens für den Rest der Saison (mindestens!) zuhause auf dem Klo einschließen! Leider konnte ich nicht exakt erkennen, wer diese peinliche Verunglimpfung skandiert hat – wie gesagt, leider! Ich war bislang der Meinung, dass solche Verbalattacken der Vergangenheit angehören. Schade und beschämend, dass solche Unsitten ausgerechnet innerhalb unserer sonst tollen Fankultur in Kaiserslautern immer noch vorkommen!
Trotz Frust-Ergebnis und Frust-Erlebnis ließen sich allerdings die (durchgefrorenen) vier Queer Devils, die sich nach Franken aufgemacht hatten, die Laune nicht ganz nehmen. Obwohl es schwierig war selbige zu behalten. Hoffentlich nie wieder Playmobil Stadion! Zumindest nicht mehr so schnell bitte und dann auch nicht im Winter. Bei eisigen Temperaturen freut sich jeder geneigte Stadionbesucher auf einen heißen Glühwein. Was dort indessen unter dieser Bezeichnung den Gästen angeboten wird, ist schon fast ein Fall für die Lebensmittelkontrolle! Buäääääääh! Hey, Ihr Franken – Ihr baut doch auch Wein an! Habt Ihr kein Ehrgefühl, dass Ihr aus so einem edlen Getränk wie Wein so eine peinliche Verunstaltung betreibt? Wie gesagt – hoffentlich sehen wir Euch lange, lange nicht mehr! Obwohl die Rostbratwürstchen gar nicht so schlecht sind. Wenigstens etwas! Also – ab nach Hause in die „Palz“ – und freuen wir uns einfach auf den nächsten Samstag!
(mg)
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2 Kommentare zu “Auswärtsspiel in Fürth”
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[...] sein müssen: Was sich der 12. Mann hier mal wieder geleistet hat, das spottet jeder Beschreibung. An anderer Stelle wird noch über das Spiel geschrieben werden (ich tue das hier besser nicht, sonst platzt mir die Tastatur), aber eines muss hier gesagt werden: [...]
OK, die erste Halbzeit war bitter, doch ich hab gehofft die zweite Hälfte wird besser und unsere Jungs schaffen es das Spiel zu drehen. Als wegen Schneeballwerfens diese 2. Halbzeit später anfing und auch noch unterbrochen werden musste, war mir klar dass dies nur ein Vorteil für Fürth sein konnte. Wie sollte unsere Mannschaft richtig ins Spiel kommen, wo sie das in der ersten Hälfte kaum konnte und nun auch noch ihre eigenen Fans auf den Rängen vom Schneeballwerfen abhalten sollte? Es war vorwiegend von den Gästesitzrängen, wo ich mich auch befand und mir diesen Blödsinn ansehen musste und sich die Werfenden nicht von der Bitte aufzuhören stören ließen.
Sicher wurde es diesen „Freunden des gezielten Weitwurfes“ nicht gerade schwer gemacht an Schnee zu kommen, da die klapprige und zugige Tribüne genügend Schneehaufen bereitstellte. Dennoch musste, nach dem Warnschuss die zweite Halbzeit später anzupfeifen, auch der letzte mitgereiste „Fan“ kapieren dass man so dem 1. FCK nur schadet.
Vielleicht sollte man diesen (vorwiegend) Herren mal das Presseecho darauf zu lesen geben, denn da macht man natürlich ein noch größeres Ding draus als es so schon war.
“Randale nach Schneeballschlacht
Die Fans des 1. FC Kaiserslautern gaben beim samstäglichen 0:3 bei der SpVgg Greuther Fürth kein gutes Bild ab: Während der Partie war Fürths Keeper Stephan Loboué ständig Zielscheibe von Schneeballwürfen aus dem Gästeblock, woraufhin Schiedsrichter Markus Schmidt das Spiel zunächst später wieder anpfiff und dann gar unterbrach. Nach dem Schlusspfiff wurde es noch heftiger.”
Quelle: Ausschnitt Kicker online