FCK-Mitgliederversammlung

14. November 2009 | eingestellt von mms

(13. November 2009)

Es waren deutlich weniger als bei der letzten Versammlung. Nun, das war zu erwarten und ist auch wirklich nicht schlimm.

Knapp 600 stimmberechtigte Mitglieder lauschten und applaudierten einerseits den Worten des Aufsichtsratsvorsitzenden Prof. Dieter Rombach und des Vorstandsvorsitzenden Stefan Kuntz, andererseits der (soweit möglich) vollständig angetretenen ersten (und zweiten) Mannschaft unseres 1. FCK.

Nachdem die jüngst vergangenen Mitgliederversammlungen ja nun durch vieles glänzten aber sicherlich nicht durch gekürzte Würze, die gespickt durch traute Eintracht unter dem Begriff “Harmonie” subsummiert werden konnte, war heute genau dieser Begriff das Sinnbild des “neuen” FCK.

Und “Harmonie” hat bei uns neuerdings einen Namen: Stefan Kuntz. In seiner über eine Stunde dauernden Rede hob unser Vorsitzender auf so ziemlich jedes Thema ab, das den begeisterten wie den kritischen Fan und das interessierte wie das eher lethargische Mitglied im letzten Jahr beschäftigt hat: Mitgliedervorteile im Fanshop, Catering im Stadion, Zuschauerzahlen, Tabellenplatz und selbstverständlich die derzeit länglich diskutierte finanzielle Lage des Vereins nebst der Frage, was eigentlich für die Stadt Kaiserslautern mehr Schmerzen bereitet: etwas weniger für das Stadion zu verlangen oder auf Millionen Kollateraleinnahmen zu verzichten, die ein gesunder und sportlich erfolgreicher FCK der Stadt und der Region bieten.

Die wesentlichen Aussagen sind den gängigen Medien zu entnehmen. Hier sei nur über die berechtigte Emotionalität berichtet, mit der Stefan Kuntz wieder das Herzblut beschwor und einerseits klarmachte, dass der FCK nur durch Fans, Mannschaft, Trainerstab, Mitarbeiter, Vorstand und die Unterstützung von Stadt und Land seine schwierige Lage wird meistern können. Andererseits aber hob er hervor, dass — allen Unkenrufen zum trotz — der Verein auf einem guten Weg ist und dass der Beitrag, den die Stadt zum wirtschaftlichen Überleben des Vereins leistet, sich derzeit schon mehrfach lohnt, wenn man die Bedeutung des Vereins für die Einnahmesituation der Stadt berücksichtigt. Eine Studie, die der FCK (übrigens an der Uni Mainz) in Auftrag gegeben hatte, zeigt alleine für die Stadt einen Vorteil, der etwa das Zehnfache des gewährten Mietnachlasses ausmacht.

So ist also das vermeintliche Entgegenkommen der Stadt Kaiserslautern in Wahrheit eine Investition … eine Inverstition in einen gut aufgestellten FCK und damit in eine gute Einnahmequelle der Stadt.

Für uns Queer-Devils bleibt (nach einem Absackerbier in netter Runde in unserer Lieblingspizzaria bei Rosario) neben Stefans flammender und beeindruckender Rede eine ruhige, trotz aller Formalia kurzweilige und Mut machende Versammlung, die realistische Hoffnung auf ruhigere Fahrwasser, noch mehr Identifikation mit dem Verein und weitere sportliche Erfolge macht.(mms)

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