Auswärtsspiel gegen Wehen Wiesbaden
8. November 2008 | eingestellt von mg
(7. November 2008)
Hochmut kommt vor dem Fall – ein missglückter Ausflug nach Hessen
Hier die kurze Bilanz zum ernüchternden Spiel gegen Wiesbaden. Milan Sasic baute die Mannschaft etwas um, spielte eigentlich nur mit einer echten Spitze (Lakic) und knapp dahinter drei echte Stürmer (Hesse, Jendrisek, Sam). Offensive war also deutlich angesagt. Der 1.FCK nahm das Heft von Beginn an in die Hand. Mit aggressivem Forechecking und zweikampfstarker Einstellung wurden die Wiesbadener schon in den Anfangsminuten sichtbar bedrängt, jedoch ohne zählbaren Erfolg. Die Hessen verlagerten sich auf Konterspiel, hätten indessen schon in Minute 2 ihr Tor machen können. Erst in der 18. Minute dann die erste echte Chance für den 1.FCK durch Kai Hesse, der fein von Jendrisek bedient wurde. Der Schuss ging knapp vorbei. Auch Sidney Sam (19.), wieder Hesse (23. Und 24.) sowie Bellinghausen (45.) hatten gute Einschussmöglichkeiten, mit denen man die sichtbaren Bemühungen hätte belohnen können.
Aber in der 41. Minute hätte das erste Tor der Partie fallen müssen. Allerdings für die Wehener! Mit einem langen hohen Diagonalpass wurde die Lauterer Abwehr überlaufen. Der klar im Abseits postierte Ex-Lauterer Ronny König fand sich mit dem Ball vor der Brust plötzlich mutterseelenallein vor Louis Robbles wieder, zögerte zwar nicht lange, aber seinen Schuss aus der Halbdrehung konnte der Lauterer Torwart reflexartig abwehren. Glanztat!
In der Halbzeitpause quälten sich die Queer Devils und der restliche Lauterer Anhang mit alkoholfreiem Bier und meist angebrannten Würstchen rum. Bäääh – geht ja irgendwie gar nicht!
Der 1.FCK kam unverändert aus der Kabine. Es dauerte auch bis zur 61. Minute, ehe der FCK zu seiner ersten guten Möglichkeit kam. Srdjan Lakic prüfte den Wehener Torwart mit einem satten Freistoßschuss. Der Wiesbadener Torhüter parierte glänzend.
In der 66. Minute dann Ernüchterung. Ronny König wurde kurz vorm Strafraum angespielt und konnte ungehindert an Robles vorbei zum 1:0 einschieben. Nur 2 Minuten später das 2:0. Nach einer zu kurz abgewehrten Ecke ein Schuss aus halbrechter Position, der durch die vielbeinige Abwehr der Lauterer den Weg ins linke untere Toreck nimmt. Die Lauterer Abwehr nun deutlich überfordert. Weiter ging es in Minute 71. Das 3:0 ebenfalls durch König, der eine Flanke direkt abnimmt und den Ball unter die Latte drischt. In der 73. Minute dann endlich der Anschlusstreffer durch Lakic. Die Lauterer Mannschaft steckt nicht auf, bemüht sich weiter. Doch nur 3 Minuten später der erneute Drei-Tore-Abstand – 4:1! Lakic gelingt in der Schlussminute zwar noch der erneute Anschlusstreffer, aber das war’s! Nun ja, wer keine Tore schießt, in einer Phase, in der man den Gegner bereits spielerisch demoralisiert hat, der muss sich nicht wundern, wenn man am Ende mit leeren Händen heimfährt.
Die Queer Devils waren zwar nach dem Abpfiff nicht minder bedröppelt wie der Rest des rot-weißen Anhangs, aber innerlich auch sicher nicht minder stolz, Teil dieser Fangemeinde zu sein. Ein Teil des Fan-Clubs soll ja nach redaktionellen Erkenntnissen dann trotz Niederlage noch bitter versackt sein gestern (Gernot … nimm ne Aspirin!)
Auch wenn wir gestern sportlich auf die Fresse gekriegt haben, Trainerstab und Mannschaft werden diese Defizite abstellen, denn dieses junge Team hat noch immer großes Potential. Und es werden auch zu den kommenden Auswärtsspielen wieder viele Rote Teufel ihre Freizeit einbringen, um dabei zu sein, wenn es heißt – “ … wir sind Lautrer … ”! Abhaken, Fresse abputzen und Rostock schlagen. Aber bitte nüchtern, geradlinig und schnörkellos, denn – Hochmut kommt vor dem Fall! (mg)
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